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Tariflöhne
In der Bundesrepublik Deutschland existiert eine, so genannte, Tarifpartnerschaft, zwischen gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern und organisierten Arbeitgebern. Beide Seiten handeln für die meisten Berufszweige und -Branchen, in der Regel jährlich, für einen gewissen Zeitraum geltende Tarifverträge aus, in denen ein für die jeweilige Branche geltender
In zahlreichen Berufsbranchen gibt es vom Gesetzgeber vorgeschriebene Gebührenordnungen, was einen
Tariflohn
festgeschrieben wird. Tariflöhne bezeichnen prinzipiell den im Rahmen des Tarifvertrages vereinbartenLohn
, der an den tariflich gebundenenArbeitnehmer
im Minimum zu zahlen ist. In den meisten Fällen wird bei abzuschließenden Arbeitsverträgen, auch bei Neueinstellungen, der geltendeTarifvertrag
für das vereinbarteArbeitsentgelt
zugrunde gelegt, so dass, auch nicht gewerkschaftlich organisierteArbeitnehmer
, den selben Anspruch auf die imTarifvertrag
vereinbarten Leistungen haben, wie ihre in einer Arbeitnehmervertretung organisierten Kolleginnen und Kollegen.In zahlreichen Berufsbranchen gibt es vom Gesetzgeber vorgeschriebene Gebührenordnungen, was einen
Tarifvertrag
und damit in Zusammenhang stehende Tariflöhne, unnötig macht, da sich derTariflohn
aus der Verordnung ergibt. Dazu zählen zum Beispiel Ärzte und Zahnärzte, Rechtsanwälte undSteuerberater
. Nicht in die tarifliche Partnerschaft eingebundene Berufsbranchen, wie etwa dieZeitarbeit
, legen denTariflohn
zwar als Maßstab zur Orientierung an, in der Praxis aber werden die dort Beschäftigten, häufig weit unterhalb des Tariflohns bezahlt. Kostenfreie Gehalts- und Tarifrechner findet man im Internet. Da noch immer unterschiedliche Tarifverträge für alte und neue Bundesländer gelten, liegen die niedrigsten Tariflöhne in Deutschland derzeit unterhalb der Marke von fünf Euro in der Stunde. Dieser Zustand sorgt in der Politik für immer neue Auseinandersetzungen.

