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450-Euro-Job

Als

Minijob

wird eine geringfügige Beschäftigung bezeichnet, bei der das

Arbeitsentgelt

monatlich 450 Euro nicht überschreiten darf (Vorher: 400 Euro).

Arbeitnehmer

können das Entgelt bis 450 Euro, in voller Höhe erhalten.

Minijobs

können sowohl in einem Betrieb als auch in einem Privathaushalt ausgeübt werden.

Seit 2013 sind Minijobber automatisch rentenversicherungspflichtig und können Leistungsansprüche aus der

Rentenversicherung

erwerben. Arbeitgeber zahlen für ihre

Minijob

-Mitarbeiter - in einem gewerblichen Unternehmen - einen Pauschalbeitrag (15 Prozent), der Minijobber selbst zahlt zusätzlich einen Eigenbeitrag (3,9 Prozent). Weiterhin haben sie Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation, Erwerbsminderungsrente und auf die Förderung einer Riester-

Rente

. Geringfügig Beschäftigte können sich auf Antrag von der Zahlung des Eigenbeitrags befreien lassen. Da es keine

Abzüge

beim 450-Euro-

Job

gibt, bekommen Minijobber "brutto für netto" ausgezahlt. Allerdings haben sie aus diesem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis auch keine Versicherungsansprüche. Andererseits haben Sie als

Arbeitnehmer

auch

Abzüge

. Das bedeutet, Sie bekommen weniger als das vertraglich vereinbarte Bruttoentgelt. Beim

Minijob

haben Sie grundsätzlich ein Recht auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
Die Einstellung eines geringfügig Beschäftigten ist der

Minijob

-Zentrale der Bundesknappschaft, auf amtlich vorgegebenen Formular, zu melden. Seit dem 01.01.2006 ist die Anmeldung elektronisch vorzunehmen. Als privater Arbeitgeber im Haushaltsbeschäftigungsverhältnis zahlen Sie je fünf Prozent pauschale

Krankenversicherung

und

Rentenversicherung

an die Bundesknappschaft (auch nach den Änderungen zum 01.01.2015). Ohne Vorlage der

Lohnsteuerkarte

können Sie beim 450-Euro-

Job

zwei Prozent pauschale

Lohnsteuer

an die Bundesknappschaft abführen. Damit ist die Steuerschuld des Arbeitnehmers gegenüber dem Fiskus abgegolten.


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