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450-Euro-Job

Als

Minijob

wird eine geringfügige Beschäftigung bezeichnet, bei der das

Arbeitsentgelt

monatlich 450 Euro nicht überschreiten darf. Arbeitgeber zahlen eine geringe Pauschale an

Steuern

und

Sozialabgaben

,

Arbeitnehmer

nur einen geringen Beitrag zur

Rentenversicherung

.

Minijobs

können sowohl in einem Betrieb als auch in einem Privathaushalt ausgeübt werden.

Seit 2013 sind Minijobber automatisch rentenversicherungspflichtig und können Leistungsansprüche aus der

Rentenversicherung

erwerben. Arbeitgeber zahlen für ihre

Minijob

-Mitarbeiter - in einem gewerblichen Unternehmen - für die

Rentenversicherung

einen Pauschalbeitrag in Höhe von 15 Prozent, der Minijobber selbst zahlt zusätzlich einen Eigenbeitrag von 3,6. Im Privathaushalt beträgt der Anteil des Arbeitgebers an Rentenversicherungsbeiträgen nur 5 Prozent, die fehlenden 13,6 Prozent trägt der Minijobber.

Weiterhin haben Minijobber Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation, Erwerbsminderungsrente und auf die Förderung einer Riester-

Rente

. Geringfügig Beschäftigte können sich auf Antrag von der Zahlung des Eigenbeitrags befreien lassen. Auch beim

Minijob

besteht grundsätzlich ein Recht auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
Die Einstellung eines geringfügig Beschäftigten ist der

Minijob

-Zentrale der Bundesknappschaft auf amtlich vorgegebenem Formular zu melden. Muss ein gewerblicher Arbeitgeber insgesamt 32,45 Prozent an

Steuern

und

Sozialabgaben

zahlen, beträgt die Arbeitgeberbelastung in einem Privathaushalt nur 14,69 Prozent. Darin ist eine 2-Prozent-Pauschale für

Lohnsteuer

, Solidaritätsbeitrag und

Kirchensteuer

enthalten. Mit diesem Betrag ist die Steuerschuld des Arbeitnehmers gegenüber dem Fiskus abgegolten.


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