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Altersteilzeit

Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Form von Arbeitszeitmodellen, die unter der Vorlage bestimmter Voraussetzungen von einem

Arbeitnehmer

in Anspruch genommen werden kann. Gesetzlich geregelt wird die

Altersteilzeit

mit dem Altersteilzeitgesetz. Sie ermöglicht älteren Arbeitnehmern einen gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand.

Das Gesetz regelt die Bedingungen für den Wechsel in Altersteilzeitarbeit wie folgt:
  • der

    Arbeitnehmer

    muss das 55. Lebensjahr vollendet haben und die Zeit bis zur regulären

    Rente

    beträgt mindestens noch 3 Jahre;
  • in den letzten 5 Jahren muss für mindestens 1080 Tage ein sozialversicherungspflichtiges

    Arbeitsverhältnis

    bestanden haben (gilt auch für

    ALG I

    und

    ALG II

    );
  • die bisherige Arbeitszeit muss auf die Hälfte verkürzt werden (entweder Blockmodell oder Teilzeitmodell möglich);
  • die Beschäftigung muss sozialversicherungspflichtig sein (kein

    450-Euro-

    Job

    !).

Mit der

Altersteilzeit

haben ältere

Arbeitnehmer

vor dem Eintritt in das Rentnerleben die Möglichkeit, die Arbeitszeit langsam zu reduzieren. Gleichzeitig kann mit der

Altersteilzeit

eine Basis geschaffen werden, damit arbeitslos gemeldete

Arbeitnehmer

eine schnellere Rückkehr in das Erwerbsleben schaffen können. Ebenfalls wird dadurch angestrebt, mehr Auszubildende einzustellen bzw. ausgebildete Mitarbeiter zu übernehmen, die von den älteren Kollegen noch viel lernen können.

Gesetzlich beansprucht werden kann die

Altersteilzeit

nicht. Der Wechsel ist für

Arbeitnehmer

und Arbeitgeber freiwillig. Nur eine vertragliche Regelung ist hierbei möglich. Sollte der Arbeitgeber dem

Arbeitnehmer

eine Möglichkeit zur

Altersteilzeit

anbieten und dieser lehnt ab, ist dieses kein Kündigungsgrund.


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