Nettolohn.de Lexikon

Arbeitszeitdiebstahl

Der Begriff

Arbeitszeitdiebstahl

bezeichnet eine betrügerische Tätigkeit eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber, indem der Arbeitnehmende angibt, gearbeitet zu haben und volles

Gehalt

bezieht, obwohl er die erforderliche Arbeitsleistung nicht erbracht hat. Dabei verstößt der

Arbeitnehmer

gegen vertragliche Vereinbarungen, die mit seinem Arbeitgeber bei Arbeitsantritt getroffen worden sind, weil der Arbeitnehmende seiner beruflichen Tätigkeit während der Arbeitszeit nicht nachkommt.

Arbeitszeitdiebstahl

kann in den unterschiedlichsten Formen vorkommen. Beispielsweise können private Telefonate und Mails als

Arbeitszeitdiebstahl

gelten, da sich der

Arbeitnehmer

bei diesen Handlungen nicht mit seiner

Arbeit

beschäftigt, sondern mit privaten Angelegenheiten.

Deutliche Zuwiderhandlungen gegen vertragliche Vereinbarungen sind z.B. betrügerische Handlungen bei der Angabe von Arbeitszeiten sowie Überstunden, die man nicht erbracht hat oder die Weitergabe von Arbeitszeitstempelkarten an andere Kollegen.
Wer

Arbeitszeitdiebstahl

begeht, muss mindestens mit einer

Abmahnung

rechnen. Verhaltensbedingte oder außerordentliche Kündigungen sind auch ohne vorherige

Abmahnung

möglich. Wer

Arbeitszeitdiebstahl

begeht, muss nicht nur mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen, sondern macht sich zusätzlich im Sinne des Strafgesetzbuchs wegen Betrugs strafbar.


zurück