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Arbeitszeitverkürzung

Die

Arbeitszeitverkürzung

ist ein Trend in der Arbeitswelt, der vor allem in den 80er und 90er Jahren zu beobachten war. Gewerkschaften und Arbeitgeber strebten danach, die Arbeitszeit immer weiter zu verkürzen. Das Ziel war die 35-Stunden-Woche, die auch in einigen Tarifverträgen verwirklicht wurde. Doch nicht nur die

Wochenarbeitszeit

sollte verkürzt werden, auch die Lebensarbeitszeit. Der Grund dafür waren nicht nur familienpolitische und gesundheitspolitische Überlegungen. Damals herrschte eine hohe Arbeitslosigkeit, die die Regierung mit einer

Arbeitszeitverkürzung

in den Griff bekommen wollte.

Momentan geht die Diskussion auf der einen Seite in Richtung Arbeitszeitverlängerung, auf der anderen Seite sehnen sich aber viele Menschen nach mehr Freizeit oder einen früheren Ruhestand. Grundsätzlich kann jeder Arbeitgeber die Arbeitszeit bei gleichbleibendem

Lohn

verkürzen. Es handelt sich dabei aber immer um eine freiwillige Leistung.

Im Gesetz für Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge sagt der Paragraf 8, dass der Angestellte eine Verringerung der Arbeitszeit beantragen kann. Um eine

Arbeitszeitverkürzung

zu erhalten, muss er mindestens sechs Monate in der Firma arbeiten. Einen Anspruch darauf hat der Beschäftigte nur, wenn mindestens 15 Mitarbeiter im Betrieb angestellt sind. Der Antrag muss drei Monate vor dem Beginn der

Arbeitszeitverkürzung

gestellt werden. Der Arbeitgeber muss zustimmen, falls keine wichtigen Gründe dagegen sprechen.

Durch die

Arbeitszeitverkürzung

verringert sich der

Lohn

entsprechend. Es gibt viele Möglichkeiten, die

Arbeitszeitverkürzung

zu gestalten. So könnte der

Arbeitnehmer

einen Monat Vollzeit arbeiten und dann wieder einen ganzen Monat frei haben.

Arbeitnehmer

sollten bedenken, dass sich durch den geringeren

Verdienst

auch die

Rente

und andere Sozialleistungen (

Arbeitslosengeld

) verringert.


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