Nettolohn.de Lexikon

Ausnahmekündigung

Jeder

Arbeitnehmer

hat bei einer

Kündigung

die jeweiligen

Kündigungsfristen

einzuhalten. Nur in besonderen Fällen kann ein

Arbeitnehmer

ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Der Arbeitgeber muss nicht nur die Kündigungsfrist einhalten, er braucht auch einen Grund.

Eine

Ausnahmekündigung

ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist ist nur bei einer schwerwiegenden Pflichtverletzung möglich. Diese muss so schwer sein, dass dem Vertragspartner nicht zugemutet werden kann, das

Arbeitsverhältnis

längere Zeit aufrecht zu halten. Wichtig ist außerdem, dass sich die Situation in Zukunft nicht verbessert. Für eine fristlose

Kündigung

gilt die Zweiwochenfrist. Wenn einem Vertragspartner der Umstand bewusst wird, muss die

Ausnahmekündigung

innerhalb von zwei Wochen erfolgen.

Der Begriff

Ausnahmekündigung

taucht oft auch in Zusammenhang mit

Mutterschutz

und

Elternzeit

auf. Während dieser Zeit genießt der

Arbeitnehmer

einen besonderen Kündigungsschutz, doch auch hier ist in besonderen Fällen eine

Ausnahmekündigung

möglich.  Eine

Kündigung

kann hier nur nach vorheriger Zustimmung durch die Landesbehörde (meist die Bezirksregierung) erfolgen.

Eine

Ausnahmekündigung

während der

Elternzeit

ist möglich:

  • bei einem Kleinbetrieb,
  • Aufgabe oder Verlagerung des Betriebs, wenn dem Mitarbeiter keine adäquate Beschäftigung angeboten werden kann,
  • Gründe, die sonst auch zu einer fristlosen

    Kündigung

    führen würden.
Sollte der

Arbeitnehmer

der Meinung sein, die

Kündigung

sei unrechtmäßig erfolgt, ist es ratsam, einen Anwalt für

Arbeitsrecht

zu konsultieren.


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