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Belegschaftrabatt

Subventionierung für den

Arbeitnehmer

:
Ein Belegschaftsrabatt ist eine Möglichkeit für den Arbeitgeber, dem

Arbeitnehmer

steuerbegünstigt Arbeitslohn in Form von kostenloser oder verbilligter Überlassung von Waren oder Dienstleistungen zu gewähren. Der Belegschaftsrabatt ist damit ein

Personalrabatt

, der nur für Waren oder Dienstleistungen gilt, mit denen der Betrieb bzw. der Arbeitgeber gegenüber normalen Kunden handelt, die normalerweise hergestellt und vertrieben werden und bei denen es sich nicht um Betriebs-oder Hilfsstoffe handelt, die auch sonst nicht an andere Personen abgegeben werden. Der Belegschaftsrabatt kann jedoch die Form von leih- oder mietweiser Überlassung von Grundstücken, Immobilien und Kraftfahrzeugen oder anderen beweglichen Wirtschaftsgüter besitzen, wenn diese die normale Dienstleistung des Arbeitgebers darstellen. Will der Arbeitgeber diese Werte (Fahrzeuge, Immobilien, Darlehen u.a.) dem

Arbeitnehmer

zur Nutzung überlassen, so muss er das im Normalgeschäft gegenüber betriebsfremden Dritten auch tun. Das heißt, der Arbeitgeber muss diese Wirtschaftsgüter am Markt anbieten und mit dieser Dienstleistung Handel treiben. Dasselbe gilt für die Vergabe von Darlehen. Ein Belegschaftsrabatt kann sogar mehrmals in Anspruch genommen werden, wenn man z.B. die Stelle wechselt oder mehrere Arbeitsverhältnisse gleichzeitig innehat.

Steuerliche Vorteile:
Der Belegschaftsrabatt bringt dem

Arbeitnehmer

steuerliche Vorteile, denn er muss zwar ab einem Betrag von 1.080 Euro versteuert werden, aber je nach Bewertung der Bewertungsvorschrift des § 8 Abs. 3 EStG wird vom üblichen Endabnehmerpreis bzw. Letztverbraucherendpreis ein Bewertungsabschlag von 4 % abgezogen. Insofern kein schriftlicher Preis vorhanden ist, wird der Preis zur Bewertung genommen, zu der die Ware/Dienstleistung in der Preisangabenverordnung gelistet ist, oder zu der Angebote aushängen. Es ist immer der Preis, der zum Zeitpunkt gültig ist, wenn der

Arbeitnehmer

den Belegschaftsrabatt bekommt. Bis zu einem Preis von 1.080 Euro ist der Belegschaftsrabatt steuerfrei. Ein Belegschaftsrabatt ist eine einmalige Einnahme, wenn es sich um

Arbeitsentgelt

handelt. Der Rabattfreibetrag von 1.080 Euro gilt einmal pro Jahr. Bei mehreren Arbeitsverhältnissen kann er pro Dienstverhältniss genutzt werden. Der Arbeitgeber hat die

Sachbezüge

getrennt vom Barlohn aufzuführen und muss auf dem Lohnkonto den Abgabetag-oder Zeitraum bezeichnen.
Beispiele für einen Belegschaftsrabatt:
Konkret kann ein Belegschaftsrabatt ein Deputat im Bergbau oder in der Land- und Forstwirtschaftsein sein. Es fallen Mahlzeiten an

Arbeitnehmer

in Gaststätten darunter, Freifahrten für Angestellte bei Bus/Bahn/oder Luftverkehrsgesellschaften oder dem Personenschiffswesen. Ebenso fällt verbilligter Strom unter einen Belegschaftsrabatt, wenn der

Arbeitnehmer

bei einem Energieversorgungsunternehmen angestellt ist oder der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit einem anderen Stromlieferanten hat, aber auch selbst Strom produziert. Daneben gibt es viele weitere Belegschaftsrabattarten.


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