Nettolohn.de Lexikon

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist ein Organ in Unternehmen und Betrieben, welches für die Vertretung der Interessen der

Arbeitnehmer

zuständig ist. Die entsprechenden Regelungen sind vom Gesetzgeber in § 80 BetrVG festgehalten worden.

Die Wahl und die Aufgaben des Betriebsrats:

Ab einer Arbeitnehmerzahl von mindestens 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern kann ein Betriebsrat gewählt werden. Der Betriebsrat wird geheim und unmittelbar auf vier Jahre gewählt. Wahlberechtigt ist jeder volljährige (mind. 18 Jahre)

Arbeitnehmer

und wählbar sind alle

Arbeitnehmer

die mindestens ein halbes Jahr

Betriebszugehörigkeit

vorweisen können und das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben.

Die Größe des Betriebsrats richtet sich nach der Betriebsgröße bzw. nach der Zahl der

Arbeitnehmer

. Erst ab einer Betriebsgröße von mehr als 200 Arbeitnehmern ist eine bestimmte Anzahl von Beschäftigten von der Berufstätigkeit freizustellen - diese bilden den Betriebsrat. Damit ein Betriebsrat möglichst gut und effektiv arbeitet, ist es wichtig, dass sich die Betriebsratsmitglieder aus allen Organisationsbereichen des Betriebs zusammensetzen. Dies ist wichtig, damit der Betriebsrat Stärke vorweisen und somit auch alle

Arbeitnehmer

vertreten kann.
Bei der Zusammensetzung des Betriebsrats ist auch das zahlenmäßige Verhältnis von Mann und Frau zu beachten. Beide Geschlechter sollten entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis vertreten sein. Die Hauptaufgabe des Betriebsrats ist die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber (Lösung der betrieblichen Probleme) und die Interessenvertretung der

Arbeitnehmer

. Der Betriebsrat vertritt die

Arbeitnehmer

vor den Arbeitgebern. Vierteljährlich wird eine Betriebsversammlung abgehalten. Bei dieser sind der Arbeitgeber, der Betriebsrat und die

Arbeitnehmer

eingeladen. Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber wird eine unparteiische Einigungsstelle zur Hilfe genommen. Diese Stelle ist für eine schnelle Beilegung der Meinungsverschiedenheiten zuständig. Wenn der Spruch der Einigungsstelle von einer Seite nicht anerkannt wird, bleibt dieser nur noch die Klage vor einem Arbeitsgericht.


zurück