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Bildungsurlaub

Der

Bildungsurlaub

ist eine bezahlte Freistellung, um sich weiterzubilden. Der Begriff

Bildungsurlaub

ist irreführend, denn der Mitarbeiter kann über seine Zeit nicht frei verfügen. Alternativ sprechen manche von Bildungsfreistellung. Es muss sich dabei um Veranstaltungen zur beruflichen oder politischen Weiterbildung handeln.

Die Idee des Bildungsurlaubs entstand 1974, geregelt durch das 140. Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation. Durch die Unterzeichnung hat sich Deutschland verpflichtet einen

Bildungsurlaub

einzuführen. Bildung regeln die Bundesländer selbst, sodass es jedem Land überlassen bleibt, ob und in welcher Form es das Übereinkommen umsetzt.

Das Recht auf

Bildungsurlaub

gibt es in fast allen Bundesländern (Ausnahmen: Bayern und Sachsen). Der Anspruch beträgt fünf Werktage innerhalb eines Jahres oder zehn Werktage innerhalb von zwei Jahren. Im Saarland sind es sechs Tage oder zwölf Tage innerhalb von zwei Jahren. Die Durchführung und Hilfen für kleinere Unternehmen regeln die jeweiligen Landesgesetze.
In den Bundesländern, die

Bildungsurlaub

anbieten, nehmen nur rund zwei Prozent der Mitarbeiter dieses Angebot an.


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