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Crowdsourcing

Crowdsourcing

ist eine Beschaffungsmethode, bei der Unternehmen ähnlich wie beim Outsourcing bestimmte Aufgaben oder Teilaufgaben an Externe übertragen.

Crowdsourcing

ist ein Kunstwort, das sich aus Crowd (Menschenmenge) und Sourcing (Beschaffung) zusammensetzt. Andere Begriffe dafür sind Crowdworking oder Schwarmauslagerung.

Die zentrale Idee des

Crowdsourcing

besteht darin, möglichst viele Menschen und deren Expertise, Ideen und Ressourcen zu nutzen und in die betrieblichen Prozesse einzubinden, um so Ergebnisse kostengünstiger, schneller oder auch in höherer Qualität zu erhalten. Dabei kann das Volumen der Aufgabenerledigung frei skaliert werden, indem immer mehr Menschen in den Produktionsprozess eingebunden oder wieder von ihm abgekoppelt werden.  

Vor allem im Bereich der Produktentwicklung ist

Crowdsourcing

ein althergebrachtes Konzept. Hersteller holen sich dabei strukturiertes Feedback von Verbrauchern ein, um deren Nutzungserfahrungen, Anregungen und Ideen in den Produktentwicklungsprozess einfließen zu lassen.
Große Verbreitung über viele Branchen und Anwendungsmöglichkeiten hinweg hat das

Crowdsourcing

jedoch erst mit der Verbreitung des Internets erlangt. Auf Online-Plattformen schreiben Unternehmen meist kleinere, übersichtliche Aufgaben aus, die von einer potenziell unbegrenzt großen Zahl an Nutzern erledigt werden kann. So können über Designplattformen Aufgaben im Bereich Kommunikationsdesign je nach Schwierigkeit an Profis oder Laien delegiert werden, ohne Agenturen in einem komplexen Beschaffungsprozess engagieren zu müssen. Auch Fotodatenbanken, Programmierung oder Texterstellung sind Anwendungsfelder des

Crowdsourcing

. Ein besonders bekanntes Beispiel ist Wikipedia. Statt von einer Lexikonredaktion werden die Artikel von einer Crowd vom Entwurf bis zur Qualitätssicherung erstellt und betreut.


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