Nettolohn.de Lexikon

Direktionsrecht

Das

Direktionsrecht

ist das Recht des Arbeitgebers, seinem Angestellten Anweisungen zu erteilen. Daher ist das

Direktionsrecht

oft auch unter dem Begriff Weisungsrecht bekannt.

Mit dem

Direktionsrecht

kann der Arbeitgeber die im

Arbeitsvertrag

getroffenen Regelungen konkretisieren. Das ist in der Praxis üblich und ergibt sich auch logisch: In den meisten Arbeitsverträgen ist nur sehr allgemein und stichpunktartig geregelt, welche Aufgaben der

Arbeitnehmer

ausführen soll. Mit dem

Direktionsrecht

kann der Dienstherr steuern, wie die jeweiligen Arbeitsaufgaben konkret ausgeführt werden sollen. Je nach Ausgestaltung des Arbeitsvertrags kann das

Direktionsrecht

auch Anweisungen zum Inhalt der

Arbeit

, zur Arbeitszeit und zum Arbeitsort umfassen.

Neben der Konkretisierung der Pflichten aus dem

Arbeitsvertrag

kann sich das

Direktionsrecht

auch auf Fragen der betrieblichen Ordnung und des persönlichen Verhaltens beziehen. So sind Weisungen zum Tragen von bestimmter Kleidung oder von Dienstkleidung ebenso vom Weisungsrecht umfasst wie Anordnungen zum Umgang mit Kunden, Lieferanten oder Kollegen.
Das

Direktionsrecht

hat jedoch auch Grenzen. So muss sich der Arbeitgeber bei der Ausübung seines Direktionsrechts an bestimmte Grundsätze, an gesetzliche Vorschriften und an vertragliche Vereinbarungen halten. Anweisungen, die die Arbeitszeit über die gesetzlich erlaubte wöchentliche Grenze anheben, sind zum Beispiel verboten. Auch die Übertragung von Tätigkeiten, die schlechter bezahlt werden als die vertraglich vereinbarte Tätigkeit, können unabhängig von der tatsächlichen

Bezahlung

nicht angewiesen werden. So kann eine Ärztin nicht als Krankenschwester eingesetzt werden. Das

Direktionsrecht

muss sich also im Rahmen von Gesetzen,

Tarifvertrag

und

Arbeitsvertrag

halten.


zurück