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Ehegattensplitting

Ehegattensplitting

bedeutet, dass verheiratete Paare sich bei der Veranlagung zur

Einkommensteuer

zusamme veranlagen lassen können (Zusammenveranlagung). Das

Ehegattensplitting

ist im § 26 EStG (Einkommensteuergesetz) gesetzlich festgelegt. Als Voraussetzung hat der Gesetzgeber bestimmt, dass beide Ehegatten unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und gemeinsam in einem Haushalt leben.

Das

Ehegattensplitting

ist ein Wahlrecht. Beiden Ehegatten steht es frei, sich einzeln zur

Einkommensteuer

veranlagen zu lassen. Verdient einer der Ehepartner deutlich mehr als der andere, können sich durch die Zusammenveranlagung steuerliche Vorteile gegenüber der Einzelveranlagung ergeben. Der besser verdienende Ehepartner wählt die

Lohnsteuerklasse

3 und der andere die

Lohnsteuerklasse

5. Möchten sich beide Ehepartner einzeln zur

Einkommensteuer

veranlagen lassen, werden sie der

Lohnsteuerklasse

4 zugeordnet. Hinsichtlich der steuerlichen Belastung entspricht die

Lohnsteuerklasse

4 der

Lohnsteuerklasse

1. Einzeln zur

Einkommensteuer

veranlagte Ehepartner werden steuerlich so gestellt, als wären sie ledig.

Den Antrag auf das

Ehegattensplitting

stellen die Eheleute, indem sie eine gemeinsame

Steuererklärung

bei dem für sie zuständigen

Finanzamt

einreichen und auf dem Mantelbogen die Veranlagungsform 'Zusammenveranlagung' wählen. Fehlt das Häkchen an der entsprechenden Stelle, führt das

Finanzamt

die Zusammenveranlagung automatisch durch. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, werden Eheleuten gleichgestellt. Sie genießen die gleichen steuerlichen Vorteile.   
Zu den steuerlichen Vorteilen zählt z.B. die Verdoppelung des Grundfreibetrags. Einzeln zur

Einkommensteuer

veranlagte Personen werden nicht zur

Einkommensteuer

veranlagt, wenn ihr zu versteuerndes

Einkommen

9.744 Euro beträgt. Haben zwei Lebenspartner das

Ehegattensplitting

gewählt, erhöht sich dieser Betrag auf 19.488 Euro. Bei der Gewährung des Kinderfreibetrags verhält es sich ebenso. Statt 2.730 Euro kann jedes Elternteil 5.460 Euro bei der Ermittlung der Steuerlast geltend machen.


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