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Einkommen

Beim Einkommen handelt es sich in der Umgangsprache um die Einnahmen eines Haushalts. In der Wirtschaft wird das Einkommen als eine zentrale Messgröße dargestellt. In der Mikroökonomie versteht man unter dem Einkommen den Reinvermögenszugang eines Haushalts oder einer Person innerhalb eines Zeitabschnitts. Das Einkommen bildet sich aus der Differenz zwischen dem Reinvermögen am Jahresende und dem Reinvermögen am Jahresanfang zuzüglich des Konsums.

Durch den Güteraustausch oder die Produktion sowie Erbringung von Leistungen gegen

Arbeitsentgelt

entsteht das Arbeitseinkommen. Ein Kapitaleinkommen entsteht durch Dividende, Zinsen oder Mieteinnahmen. Unter dem Transfereinkommen wird das durch den Staat bereitgestellte Einkommen wie Arbeitslosengeld oder

Sozialhilfe

verstanden, wobei keine Gegenleistung verlangt wird. Das Einkommen erzielt sich ebenso durch Schenkungen und Erbschaft.

Das Einkommen in der Makroökonomie wird zur Messung des Vermögens einer Volkswirtschaft berücksichtigt. Die wichtigsten Messgrößen sind dabei das Bruttoinlandsprodukt und das Bruttonationaleinkommen. Der Einkommensbegriff ist außerdem in VGR-Größen wie Nettonationaleinkommen, Volkseinkommen,

Nettoeinkommen

und Primäreinkommen zu finden.

Neben dem Nominaleinkommen misst man das Realeinkommen, da beim Inflationvorliegen die Einkommenszuwächse nicht unbedingt zum Zuwachs des Wohlstands führen. Bei einem Realeinkommen handelt es sich um ein preisbereinigtes Nominaleinkommen, das um die Geldentwertungsrate verringert wurde. Die Ermittlung des Realeinkommens erfolgt durch die Teilung des Nominaleinkommens einer Volkswirtschaft oder eines Wirtschaftssubjektes durch einen Preisindex. Somit definiert sich das Realeinkommen auch als ein Index ohne einen Aussagewert. Das Realeinkommen wird als Indikator verwendet.

Das Einkommen wird teilweise durch die

Abgaben

und

Steuern

verbraucht, so dass es nicht im gesamten Umfang zur Steigerung des Wohlstands beansprucht werden kann. Das zur Verfügung stehende Einkommen berücksichtigt daher die für Sparen oder Konsum verbleibenden Einkommensteile. Vermögens- und Einkommenssteuern, Sozialbeiträge oder andere Transfers zieht man vom Einkommen ab, während man die empfangene Transfers und Sozialbeiträge hinzuaddiert. Personen verschiedener Berufsgruppen in Deutschland verfügen über ein unterschiedliches Einkommen. Am größten ist das zur Verfügung stehende Einkommen bei den Selbständigen, am niedrigsten bei den Landwirten und Arbeitern ohne einen Beruf. Das Einkommen der Landwirte ist dabei geringer als das der Ungelernten.




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