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Fahrt zur Arbeit

Viele

Arbeitnehmer

müssen täglich eine weite Fahrt zur

Arbeit

in Kauf nehmen. Dieser Fahrtweg ist nicht nur mit viel Zeit, sondern auch mit viel Geld verbunden, denn die Preise für Benzin und Diesel steigen seit Anfang des Jahres 2008 unaufhörlich. Da die Fahrt zur

Arbeit

jedoch notwendig ist, um überhaupt arbeiten zu können, gelten diese Ausgaben als

Werbungskosten

. Die

Werbungskosten

können Sie im Rahmen Ihrer persönlichen Einkommenssteuererklärung, die jährlich bis zum 30.05. des Folgejahres beim

Finanzamt

eingegangen sein muss, geltend machen. Jedem

Arbeitnehmer

stehen hierbei 920 Euro als Pauschbetrag zur Verfügung, die unabhängig der tatsächlichen

Werbungskosten

vom Bruttoeinkommen abgezogen werden. Somit verringert sich Ihr zu versteuerndes

Einkommen

, wodurch es ggf. zu einer Rückerstattung gezahlter

Steuern

kommen kann.

Wenn Sie jedoch einen weite Fahrt zur

Arbeit

haben, können Sie die über den Betrag von 920 Euro hinausgehenden Kosten geltend machen. Der Staat bezahlt Ihnen hierbei ab dem 1.sten Kilometer 0,30 Euro. Die Regelung, dass gefahrene Kilometer erst ab dem 21. Kilometer berücksichtigt werden, galt seit dem Jahr 2007. Am 09.12.2008 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Abschaffung der

Pendlerpauschale

ab dem 1. Kilometer gegen das Grundgesetz verstoße. Die alte

Pendlerpauschale

(ab 1. km) wurde daher ab 01.01.2009 wieder gültig.

Angerechnet wird jedoch nicht der Hin- und Rückweg zur

Arbeit

, sondern nur die einfache Strecke. Der Weg zur

Arbeit

ist hierbei der Weg, der täglich zurückgelegt werden muss. Sollte sich die Strecke verlängern, etwa weil die Kinder vor der

Arbeit

noch in den Kindergarten oder die Schule gebracht werden müssen, kann auch der verlängerte Weg angesetzt werden. Grundsätzlich kann jeder Arbeitstag berücksichtigt werden, Urlaubs- und Krankheitstage entfallen jedoch.


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