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Frauenberufe

Wenn es um die Wahl des Berufes geht, gibt es noch immer deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Nach wie vor ist es in unserer Gesellschaft so, dass bestimmte Berufe als typische Frauenberufe gelten, wenn diese von einem Mann ausgeübt werden, dann gilt dieser gleich als Exot.

Ein typischer Frauenberuf ist beispielsweise Erzieherin. Nur ganz selten kommt es vor, dass einmal ein Mann in diesem Beruf zu finden ist. Das beruht sicher auf der Tatsache, dass Frauen auch Mütter sind und sich ihre Liebe zu Kindern in diesem Beruf widerspiegelt. Andere typische Frauenberufe sind Verkäuferin oder Friseurin, Friseur zu werden ist oft der Wunsch kleiner Mädchen, der sich ein Leben lang hält. Außerdem ist Friseur ein Beruf in dem wenig Geld verdient wird, sodass Männer, die in diesem Beruf arbeiten, mit dem Geld, was sie dann verdienen, kaum eine Familie ernähren können. Ähnliches gilt für den Beruf Arzthelferin, wann sieht man schon einen männlichen Arzthelfer.

Viele Frauenberufe sind so genannte Sackgassenberufe, das heißt, wer einmal Arzthelferin geworden ist, der bleibt ein Leben lang Arzthelferin, wird immer schlecht verdienen und keine wirkliche Karriere machen. Viele Frauen oder Mädchen glauben auch immer noch, einen Beruf ergreifen zu müssen, bei dem sie später Kinder und Familie miteinander vereinbaren können. Andere Gründe liegen darin, dass junge Mädchen immer noch das werden, was ihre Mütter sind. So wird dann eben die Tochter einer Sekretärin auch Bürokauffrau. Hier könnten die Eltern größeren Einfluss nehmen und die jungen Mädchen animieren, mehr in technische Berufe zu gehen, bei denen auch Chancen auf Weiterbildung bestehen.


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