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Freistellungsauftrag

Ein

Freistellungsauftrag

ist eine Formalität, die dafür sorgt, dass Kapitalerträge, wie z.B. Zinsen, Dividendenzahlungen oder Kursgewinne durch die Veräußerung von Wertpapieren, bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei bleiben.

Normalerweise werden von derartigen Erträgen Kapitalertragsteuer und

Solidaritätszuschlag

abgezogen und an die Finanzverwaltung abgeführt. Das geschieht automatisch durch die Bank, bei der die entsprechenden Einnahmen auflaufen. Diese

Steuer

wird auch als

Abgeltungssteuer

bezeichnet, weil dadurch die Steuerpflicht für die Erträge abgegolten ist.

Nun hat jedoch jeder Steuerzahler einen bestimmten

Freibetrag

, d.h. die ersten Kapitalerträge bis zum Erreichen dieser Grenze sind steuerfrei. Damit dafür keine

Steuer

durch die Bank abgezogen und abgeführt wird, benötigt letztere vom Kontoinhaber einen

Freistellungsauftrag

. Dieser kann online erteilt oder per Post an die Bank übermittelt werden. Dafür stellt jede Bank eine passende Eingabemaske bzw. einen entsprechenden Vordruck zur Verfügung.

Dort sind eine maximale Höhe und eine Laufzeit anzugeben. Für die Höhe kann angekreuzt werden, dass der Maximalbetrag gilt, oder es kann nur ein Teil beansprucht werden. So lässt sich der maximale Freistellungsbetrag auf mehrere Banken aufteilen. Als Laufzeit kann man ein konkretes Jahr angeben oder die Option 'bis Sie einen anderen Auftrag von mir erhalten' auswählen.


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