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Gehaltsspiegel

Eine geradlinige berufliche Karriere, die über fünfzig Jahre hinweg vom Ausbildungsbeginn im 16. Lebensjahr bis zur

Rente

mit 65 in der gleichen Firma verläuft, ist heute absolut unüblich geworden. Ein fünfmaliger Arbeitsplatz- oder gar Berufswechsel während eines Arbeitslebens ist keine Seltenheit mehr.

Arbeitnehmer

suchen eine neue Herausforderung, finden in ihrer Stadt keinen adäquaten Arbeitsplatz mehr oder wechseln aus privaten oder strukturellen Gründen den Wohnort.

Ein Blick auf den Gehaltsspiegel für die jeweiligen Branchen zeigt, das je nach Region unterschiedliche

Löhne

gezahlt werden. Traditionell liegen die

Gehälter

im Süden und im Südwesten Deutschlands, auch in Hessen und in der boomenden Hansestadt Hamburg, höher als in den anderen Regionen. Ein ausführlicher Gehaltsspiegel gibt allerdings nicht nur Auskunft über regionale Unterschiede, sondern ermöglicht auch, das Lohnniveau über verschiedene Branchen hinweg zu vergleichen.

Detaillierte Gehaltsspiegel werden von Wirtschaftsverbänden, von den Gewerkschaften und von den Statistischen Bundesämtern erarbeitet und veröffentlicht. Wer entsprechende Informationen sucht, kann auf bestimmten Web-Portalen durch Eingabe seiner Suchkriterien genau den gewünschten Gehaltsspiegel aufrufen.

Zielgruppe für diese Informationen sind außer den Arbeitnehmern, die ihre

Gehaltsverhandlungen

danach ausrichten können, auch die Presse und Arbeitgeber, die sich entsprechend orientieren möchten. Auch zur statistischen Beurteilung des Wohlstandes einer Region kann der Gehaltsspiegel herangezogen werden. Die Attraktivität einer bestimmten Branche oder gar Wirtschaftsregion lässt sich anhand der Zahlen des Gehaltsspiegels allein allerdings nicht beurteilen. Die Lebenshaltungskosten, vor allem die Mieten, ziehen einem besseren Gehaltsspiegel für die jeweilige Region schnell nach und übertreffen ihn meist. Die höheren

Einkommen

werden also durch die höheren Lebenshaltungskosten schnell wieder egalisiert.


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