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Geldwerter Vorteil

Ein geldwerter Vorteil ist den meisten Steuerzahlern aus der privaten Nutzung eines Firmenwagens bekannt. Im Steuerrecht werden Einnahmen, die ein

Arbeitnehmer

hat, die nicht aus Geld bestehen als wirtschaftlicher Vorteil erfasst. Das können bestimmte

Sachbezüge

, Leistungen in Naturalien oder Sozialleistungen sein.

Nach dem Einkommenssteuergesetz sind solche Leistungen als Teil der Einnahmen zu betrachten, wenn ihnen ein in Geld zu beschreibender Wert zugesprochen werden kann. Beispielhaft sind hierbei Zuschüsse zum Essengeld in der Kantine oder Waren, die ein

Arbeitnehmer

in Form eines so genannten Deputats vom Arbeitgeber bekommt, oder bestimmte Geschenke, die leistungsbezogen sind. Alle solche

Sachbezüge

sind als geldwerter Vorteil zu betrachten und steuerpflichtig.

Es gibt aber auch Leistungen des Arbeitgebers, die steuerfrei sind, so zum Beispiel, wenn ein

Arbeitnehmer

für sein Kind den Betriebskindergarten kostenlos nutzen darf, oder ein

Arbeitnehmer

das betriebliche Laptop auch privat nutzen darf. Ein geldwerter Vorteil entsteht immer dann, wenn die Einnahme oder der

Sachbezug

eine gewisse Gegenleistung des Arbeitgebers für die erbrachten Leistungen des Arbeitnehmers ist. Somit werden alle freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers, die als Gegenleistung für geleistete

Arbeit

erbracht werden, als steuerpflichtig betrachtet und sind entsprechend zu versteuern.

Das ist nicht immer leicht zu verstehen. Wenn beispielsweise der Arbeitgeber dem

Arbeitnehmer

zum Geburtstag Karten für ein Musical schenkt, dann ist das keine Einnahme, die als geldwerter Vorteil zu betrachten ist, weil ein persönlicher Bezug vorliegt. Anders wird der Sachverhalt, wenn selbige Musicalkarten für eine außergewöhnliche Leistung des Arbeitnehmers verschenkt werden. Ausgenommen von der Steuerpflicht und als geldwerter Vorteil sind

Sachbezüge

, die im Wert 40 Euro nicht übersteigen.


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