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Gewohnheitsrecht

Das

Gewohnheitsrecht

ist im Gegensatz zum Richterrecht nicht aufgeschrieben. Es ergibt sich einfach aus der alltäglichen Handlung.
Das

Gewohnheitsrecht

gibt es vor allem bei Grundstücken und im Arbeitsleben. Fährt ein Nachbar schon seit Jahren durch eine Wiese, die ihm nicht gehört und duldet das der Besitzer, so wird daraus ein

Gewohnheitsrecht

.

Ein typisches Beispiel aus der Arbeitswelt ist das

Weihnachtsgeld

. Erhalten Beschäftigte über drei Jahre eine bestimmte Summe als

Weihnachtsgeld

, dann gilt das auch für die kommenden Jahre. Anders sieht es aus, wenn das

Weihnachtsgeld

jedes Jahr variiert, dann kann der Arbeitgeber für die weiteren Jahre daraus keinen Anspruch ableiten. Im

Arbeitsrecht

heißt das

Gewohnheitsrecht

auch 'betriebliche Übung'.

Kein

Gewohnheitsrecht

liegt vor, wenn die Handlung gegen geltendes Recht verstößt, selbst wenn diese über mehrere Jahre ausgeführt wird. Falls sich die Parteien nicht einig sind, ob eine Handlung dem

Gewohnheitsrecht

unterliegt, entscheidet das Gericht.


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