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Gleitzone

Bis zur Einführung der Gleitzonenbeschäftigung am 01.04.2003, des sogenannten

Midi-Jobs

, gab es als geringfügige Beschäftigung nur den

Minijob

. Innerhalb der

Gleitzone

werden von Arbeitgeber und

Arbeitnehmer

niedrigere Sozialversicherungsbeiträge abgeführt, die sich je nach

Verdienst

prozentual unterscheiden.

Für diese Form der Jobs wurde die Verdienstgrenze auf bestimmte Beträge abgestimmt, die innerhalb eines Bereiches liegen. Die

Gleitzone

bezeichnet den Verdienstbereich bei

Midi-Jobs

zwischen 450,01 Euro und 1300,00 Euro. Dabei darf der Maximalverdienst von 1300,00 Euro ständig nicht überschritten werden.

Gegenüber dem

Minijob

, bei dem keine Sozialversicherungspflicht besteht, wird bei einem

Job

in der

Gleitzone

ein verminderter Sozialversicherungsbeitrag durch den Arbeitgeber gezahlt. Die

Arbeitnehmer

müssen im Rahmen ihrer Tätigkeit ebenfalls Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Hierbei richten sich die Beiträge nach der Höhe des Gehalts, den der

Arbeitnehmer

erhält, da es eine Staffelung innerhalb dieser

Gleitzone

gibt. Erhält ein

Arbeitnehmer

450,01 Euro, so beträgt der zu zahlende Betrag für die Sozialversicherungsbeiträge weniger als bei einem

Gehalt

von beispielsweise 1.200 Euro. Je höher der

Verdienst

bei einem Midi-

Job

steigt, desto mehr ist zu zahlen. Diese Kosten werden bei der

Gehaltsabrechnung

vom

Verdienst

abgezogen. Wie viel an

Lohnsteuer

zu zahlen ist, hängt letzten Endes von der

Lohnsteuerklasse

ab, in die der

Arbeitnehmer

eingestuft wurde. Diese Jobs in der

Gleitzone

werden dem so genannten Niedriglohnsektor zugeordnet.


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