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Kinderpflegekrankengeld

Wenn ein Kind erkrankt und nicht alleine bleiben kann, muss oftmals auch ein Elternteil zuhause bleiben, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. In vielen Fällen bedeutet das, dass das Elternteil seiner

Arbeit

fern bleiben und unbezahlten Urlaub nehmen muss. Damit der finanzielle Schaden nicht zu groß ausfällt, gibt es es das

Kinderpflegekrankengeld

.

Hierbei handelt es sich um eine Leistung der gesetzlichen

Krankenversicherung

(GKV). Es kann nur ausgezahlt werden, wenn sowohl Kind als auch Elternteil gesetzlich versichert sind. Gezahlt wird, wenn das Kind mit seiner Erkrankung bei einem Arzt vorstellig gewesen ist, und dieser die Krankheit schriftlich attestiert hat. Bedingung ist allerdings, dass das Kind nicht älter als zwölf Jahre ist und keine andere Person für die Betreuung einspringen kann. Eine Beantragung muss in schriftlicher Form erfolgen.

Der jährliche Anspruch auf

Kinderpflegekrankengeld

liegt bei zehn Tagen pro Kind und Elternteil. Gibt es mehrere Kinder, können bis zu 25 Tage pro Elternteil und Kind beantragt werden. Bei Alleinerziehenden sind es bei mehreren Kindern bis zu 50 Tage. Bei schwerst- oder sogar unheilbar erkrankten Kindern gibt es einen zeitlichen unbegrenzten Anspruch.
Derjenige, der

Kinderpflegekrankengeld

in Anspruch nimmt, erhält 70 Prozent des beitragspflichtigen regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts oder höchstens 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts. Der

Arbeitnehmer

wird zwar von der

Lohnfortzahlung

befreit, er muss der Freistellung aber in jedem Fall zustimmen. Geregelt sind die Bestimmungen zum

Kinderpflegekrankengeld

in Paragraph 45 Sozialgesetzbuch V.


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