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Kirchenaustritt

Ein

Kirchenaustritt

ist die Beendigung der Mitgliedschaft in einer Kirche und wird in aller Regel von dem Mitglied selbst veranlasst. Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen aus der Kirche austreten. Oft ändert sich im Laufe des Erwachsenwerdens der eigene Glaube oder die Weltanschauung. Dies kann ein Grund für den

Kirchenaustritt

sein. Aber der geläufigste ist der, die Abgabe der

Kirchensteuer

zu umgehen.

Selbst für gläubige Christen ist dies ein triftiger Grund, um diesen Schritt zu unternehmen. Ein

Kirchenaustritt

hat Folgen. So darf der Staat keine

Kirchensteuer

mehr einziehen, die Verpflichtung für Kinder, am Religionsunterricht teilzunehmen, entfällt. Allerdings kann die Taufe, egal ob evangelisch oder katholisch, nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Arbeitstechnisch gesehen kann ein

Kirchenaustritt

dann weitreichende Folgen haben, wenn das Mitglied bei einem kirchlichen Träger, wie zum Beispiel der Caritas oder in der Kirche selbst angestellt ist. Allerdings führt ein

Kirchenaustritt

nicht mehr unweigerlich zur

Kündigung

, aber vielleicht fällt die Wahl auf einen anderen Bewerber, sollte eine Stelle neu besetzt werden.

Wer einmal den

Kirchenaustritt

vollzogen hat, kann trotzdem wieder in die Kirche eintreten. Die Gemeinschaft muss dazu bereit sein, den Ausgetretenen wieder bei sich aufzunehmen. In der Regel sind die Kirchen aufgrund ihrer eigenen Regel dazu verpflichtet, ein ausgetretenes Mitglied wieder bei sich willkommen zu heißen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Mitglied die notwendige Glaubensüberzeugung nachweist. In der Regel reicht ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer aus.


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