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Kurzarbeitergeld

Um einen Zeitraum mit weniger Arbeitsanfall auszugleichen, kann die Gewährung von

Kurzarbeitergeld

erfolgen. Diese Leistung der

Arbeitslosenversicherung

ist im Sozialgesetzbuch III verankert und wird an Personen gezahlt, die von

Kurzarbeit

betroffen sind. Eine der typischen Branchen, in denen es häufig zur Zahlung dieser Gelder kommt, ist die Baubranche.

Damit diese Zahlung gewährt wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der zuständigen

Arbeitsagentur

muss der Ausfall von

Arbeit

zunächst schriftlich angezeigt werden. Bestätigt werden sollte dies in schriftlicher Form, als Anlage zur Anzeige, durch eine Stellungnahme des Betriebsrates. Dem anschließend sollte der Antrag auf Gewährung von

Kurzarbeitergeld

folgen.

Von der

Kurzarbeit

muss mindestens ein Drittel der Belegschaft betroffen sein, wobei der Zeitraum mehr als vier Wochen umfassen sollte. Der Arbeitsausfall muss zudem unvermeidbar sein und darf nur vorübergehend bestehen. Vermeidbar ist ein Arbeitsausfall zum Beispiel, wenn dieser branchen- oder saisonbedingt regelmäßig auftritt oder wenn dieser durch Gewährung von Urlaub vermieden werden kann.

Das

Kurzarbeitergeld

wird von der Bundesagentur für

Arbeit

direkt an den Arbeitgeber gezahlt. Dieser muss die erhaltenen Leistungen an seine

Arbeitnehmer

weitergeben. Für von

Kurzarbeit

betroffene Beschäftigte mit Kindern beträgt die Leistung 67% der Differenz des üblichen Nettoentgelts bis zum tatsächlich vom Arbeitgeber geleisteten Ist-Entgelt, während die Höhe bei Leistungsempfängern ohne Kinder 60% derselben Differenz beträgt.

In der Regel wird das

Kurzarbeitergeld

für einen Zeitraum von maximal 6 Monaten gewährt und kann längstens 12 Monate, unter gewissen Voraussetzungen höchstens 24 Monate gewährt werden.


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