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Kurzfristige Beschäftigung

Wird eine Tätigkeit für längstens drei Monate ausgeübt oder werden 70 Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschritten, so gilt diese als kurzfristige Beschäftigung. Vor der Aufnahme einer kurzfristigen Beschäftigung muss zunächst geprüft werden, ob diese Höchstgrenze nicht überschritten wird. Die Zeiten von mehreren kurzfristigen Beschäftigungen werden, unabhängig des Verdienstes, zusammengerechnet. Das ist auch dann der Fall, wenn die Tätigkeiten bei verschiedenen Arbeitgebern ausgeübt wurden.

Wird die kurzfristige Beschäftigung - anders als bei den 450 Euro Mini-Jobs - nicht berufsmäßig ausgeübt, so spielt die Höhe des Einkommens keine Rolle. Die Berufsmäßigkeit liegt dann vor, wenn die Tätigkeit zur Sicherung des Lebensstandards dient. Keine Berufsmäßigkeit ist es, wenn die kurzfristige Beschäftigung zusätzlich zu einer Hauptbeschäftigung ausgeübt wird. So können auch Hausfrauen, Rentner, Studenten und Schüler solch ein Beschäftigungsverhältnis ausüben.

Eine kurzfristige Beschäftigung ist grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Das gilt sowohl für den Arbeitgeber als auch für den

Arbeitnehmer

. Das ist auch dann der Fall, wenn der Betreffende eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt. Trotzdem ist die kurzfristige Beschäftigung bei der Mini-

Job

-Zentrale anmeldepflichtig. Sollte das

Arbeitsverhältnis

länger als ein Jahr andauern oder wurde vertraglich eine Wiederholung vereinbart, liegt keine kurzfristige Beschäftigung mehr vor. Das gilt auch dann, wenn die Höchstgrenze von 70 Arbeitstagen im Jahr nicht überschritten wird.


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