Nettolohn.de Lexikon

Lohnsteuerkarte

Die Lohnsteuerkarte ist ein in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich vorgeschriebenes Dokument zur Festlegung der Steuerpflicht eines Arbeiters mit festem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland. Sie ist dem Arbeitgeber zu Jahresbeginn oder bei Aufnahme einer steuerpflichtigen Beschädtigung auszuhändigen. Sie wird vom zuständigen Amt der Wohnortgemeinde des Arbeitnehmers, ohne Anfall von Gebühren, ausgestellt. Die Lohnsteuerkarte ist Bestandteil der Arbeitspapiere und muss von Seiten des Arbeitgebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses heraus gegeben werden.

Sie enthält Daten des Arbeitnehmers wie etwa, den Wohnort, das Geschlecht, das Geburtsdatum, die Steuerklasse und mithin Familienstand und

Kinderfreibeträge

, sowie den amtlichen Gemeindeschlüssel (AGS) und die konfessionelle Zugehörigkeit. Nach Ablauf eines Kalenderjahres oder bei Beendigung eines Dienstverhältnisses hat der Arbeitgeber die relevanten Daten bezüglich des steuerpflichtigen

Brutto

-Gehaltes des Arbeitnehmers, der einbehaltenen

Lohnsteuer

, der

Kirchensteuer

und des Solidaritätszuschlages auf der Lohnsteuerkarte einzutragen.

Gesonderte Regelungen bestehen für bestimmte Arbeitnehmergruppen, wie etwa Einpendler aus Ländern der EU. Falls der Arbeitgeber keine Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers vorliegen hat, ist die zu entrichtende

Steuer

nach Steuerklasse VI einzubehalten. Ab dem Jahr 2011 wird die Lohnsteuerkarte in der bisherigen Form, aller Voraussicht nach, abgeschafft und durch Datenübertragung übermittelte Elektronische Steuererklärungen ("

Elster

") ersetzt. Der

Arbeitnehmer

meldet in diesem Fall seine Identifikationsmerkmale zur Besteuerung an den Arbeitgeber und dieser ruft die entsprechenden Merkmale beim Bundeszentralamt für

Steuern

ab, um sie auf diesem Weg für das Lohnkonto es Arbeitnehmers zu übernehmen.


zurück