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Midi-Job

Als Midi-

Job

werden Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet, bei denen das

Arbeitsentgelt

zwischen 400 und 800 Euro monatlich liegt. Die Einführung des

Midi-Jobs

geht auf die Hartz Gesetzgebung im Jahr 2003 zurück. Er ist Teil der Regelungen zu geringfügigen Beschäftigungen und die arbeitsmarktpolitische Ergänzung zu den so genannten Mini- oder auch 400 Euro Jobs.

Die Überlegung dahinter ist folgende. Da die

Minijobs

grundsätzlich sozialversicherungsfrei bleiben, wären Beschäftigungen, bei denen der

Verdienst

nur knapp über der 400 Euro Grenze liegt, nicht mehr lohnend für den

Arbeitnehmer

, falls er die vollen

Sozialabgaben

zu zahlen hätte. Bei einem Midi-

Job

stattdessen, steigt die Höhe des Sozialversicherungsbeitrags parallel zum

Einkommen

. Erst bei Überschreitung der Bruttoobergrenze von 800 Euro wird der volle Satz fällig. Der Entgeltbereich zwischen 400 und 800 Euro wird als

Gleitzone

bezeichnet.

Im Gegensatz zum Mini-

Job

bietet der Midi-

Job

einen elementaren Vorteil. Zwar muss der Arbeitgeber bei einem Mini-

Job

einen Pauschalbetrag zur Renten- und Unfallversicherung abführen, der

Arbeitnehmer

ist jedoch nicht krankenversichert. Dies ist beim Midi-

Job

der Fall. Etwa 5 Jahre nach Einführung des Niedriglohnsektors, zu dem auch der Midi-

Job

gehört, kann man sagen, dass dieser wesentlich dazu beigetragen hat, geringfügig entlohnte Beschäftigungen über 400 Euro wieder attraktiv zu machen und Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern.


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