Nettolohn.de Lexikon

Probezeit

Arbeitgeber und

Arbeitnehmer

machen häufig bei Beginn eines Arbeitsverhältnisses eine

Probezeit

aus. Diese ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Wenn die Vertragsparteien keine

Probezeit

vereinbaren, besteht auch keine. Vorgeschrieben ist eine

Probezeit

nur in Ausbildungsverträgen, da hier die Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes gelten.

Die

Probezeit

darf nicht länger als sechs Monaten dauern. Während dieser Zeit gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Vertragsparteien können auch eine längere Kündigungsfrist vereinbaren, jedoch nicht eine kürzere. Eine längere

Probezeit

ist zwar theoretisch möglich, doch gilt nach sechs Monaten die reguläre Kündigungsfrist von vier Wochen. Dies ist häufig der Fall, wenn der Mitarbeiter während der

Probezeit

erkrankt. Eine Verlängerung ist aber nur möglich, wenn beide Parteien einverstanden sind.
Während der

Probezeit

ist Urlaub gemäß den erworbenen Ansprüchen möglich. Der Mitarbeiter erwirbt pro Monat der

Betriebszugehörigkeit

einen gewissen

Urlaubsanspruch

(Anzahl der Urlaubstage dividiert durch 12). Diesen kann er auch während der

Probezeit

in Anspruch nehmen.
Wird einer Mitarbeiterin während der

Probezeit

schwanger, gilt für sie das Mutterschutzgesetz. Ihr darf bis vier Monaten nach der Geburt nicht gekündigt werden. Weiß der Arbeitgeber nichts von der Schwangerschaft seiner Mitarbeiterin und wird ihr während der

Probezeit

gekündigt, kann sie die Schwangerschaft noch vierzehn Tage nach der

Kündigung

melden. Die

Kündigung

ist dann ungültig.


zurück