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Sachbezug

Als am Anfang der Begriff 'Sachbezug' aufkam, war er sowohl für Arbeitgeber, als auch für

Arbeitnehmer

,eine sozialpolitisch menschenfreundliche Variante, für eine Leistung im Allgemeinen. Er galt als Anerkennung für besondere Leistungen, war für den Arbeitgeber verkraftbar unter dem Alspekt der Kalkulation zum Einstandspreis, als auch für den

Arbeitnehmer

ein willkommendes Zubrot.

Aber immer, wenn ein Begriff zum Synonym wird und Aufmerksamkeit erweckt, von den Medien propagiert und breiten Kreisen bekannt wird, dann ist es aus mit dem menschenfreundlichen Bezug, und so wurde 'Sachbezug' schnell eine Bezeichnung für das Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht. So etwas heißt im Volksmund und es sprach sich schnell rum, "der Sachbezug 'unterliegt der

Steuer

'. Aber es ist viel mehr als das, denn nicht nur das

Finanzamt

will seinen Teil davon haben, nein, der 'Sachbezug' ist als geldwerte Einnahme auch eine feste Größe für die Arbeitslosen-, Kranken- und Altersrentenversicherung, die ihren Anspruch haben. Der Sachbezug wurde behandelt wie normaler Arbeitslohn, von dessen

Brutto

alle

Abgaben

zu berechnen und abzuführen sind.

Wie empirische Untersuchungen bei Arbeitgebern ergeben haben, ist der Sachbezug als geldwerte Leistung, bei den Arbeitnehmern, nie so richtig im Kopf angekommen. Man will ihn nicht wahrhaben als geldwert, man nimmt an, weil er nicht als Betrag vereinbart wird, sondern eine Sache oder eine Dienstleistung benennt, wie die Benutzung eines Dienstwagens, kostenlose oder verbilligte Bewirtung, billigere Waren, eine Wohnung, Benzingutscheine usw. Anders ist das bei den Arbeitgebern, die nach diesen Untersuchungen schnell nach der Definition 'Sachbezug' zur Tagesordnung übergingen.


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