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Steuervorauszahlung

Unter einer Steuervorauszahlung versteht man eine Abschlagzahlung, die im Voraus an das

Finanzamt

zu entrichten ist. Dieses setzt die Zahlung, gemäß der Vorjahressteuer fest. Eine Steuervorauszahlung gibt es nicht nur bei der

Einkommensteuer

, sondern ebenso bei der Körperschaftsteuer, der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer. Das

Finanzamt

stellt mit der Steuervorauszahlung sicher, dass der Staatshaushalt ständig liquide ist. Außerdem vermeidet es so hohe Steuernachzahlungen bei den Steuerpflichtigen.

Festgesetzt wird die Steuervorauszahlung im so genannten Vorauszahlungsbescheid. Er kann jederzeit überprüft und geändert werden. Ändert sich beispielsweise das

Einkommen

eines Selbständigen deutlich, so muss er damit rechnen, bereits bei der nächsten Steuervorauszahlung einen höheren Abschlag zahlen zu müssen. Etwaige zu viel geleistete Zahlungen werden natürlich erstattet. Nicht berücksichtigt werden bei der Festsetzung der Steuervorauszahlung allerdings

Sonderausgaben

, wie Unterhaltszahlungen, Altersvorsorgebeiträge und Ausbildungskosten oder Kinderbetreuungskosten unterhalb von 600 Euro. Auch negative

Einkünfte

aus Immobilien, die erst im laufenden Jahr angeschafft wurden, werden erst im Folgejahr berücksichtigt. Bei begründetem Anlass kann der Steuerpflichtige eine Herabsetzung der Steuervorauszahlung verlangen. Auch bei der

Lohnsteuer

, der Kapitalertrag-, Quellen- oder Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Steuervorauszahlung.

Kapitalgesellschaften zahlen im Voraus einen Abschlag auf die Körperschaftsteuer. Hierbei gelten die gleichen Richtlinien wie bei der Festsetzung der

Einkommensteuer

. Gemeinden können von ihren Gewerbetreibenden eine Steuervorauszahlung der Gewerbesteuer verlangen. Viermal jährlich muss jeder Gewerbetreibender seine Gewebesteuer an die Gemeinde abführen. Die Steuervorauszahlung der Umsatzsteuer hebt sich von den anderen Vorauszahlungen dadurch ab, dass die Höhe vom Steuerzahler selbst bestimmt wird. In Form der Umsatzsteuererklärung ist er monatlich oder vierteljährlich dazu verpflichtet, seine

Einkünfte

und Ausgaben zu erklären und die Umsatzsteuer dafür umgehend abzuführen.


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