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Tantieme

Der Begriff „Tantieme“ kommt aus dem Französischen und steht für die Beteiligung eines Mitarbeiters am Gewinn eines Unternehmens. Im Gegensatz zur Provision, hängt die Höhe einer Tantieme nicht direkt von einzelnen Geschäften des Mitarbeiters ab. Vielmehr ist die Gesamtleistung des Arbeitnehmers, im Verhältnis zum gesamten Erfolg des Unternehmens, wichtig. Die Zahlungen von Tantiemen werden, in aller Regel, vertraglich festgelegt, die Höhe der Auszahlung allerdings nicht. Tantiemen müssen versteuert werden.

Arbeitsrechtlich sind Zahlungen von Tantiemen heutzutage eine recht weit verbreitete Alternative zu, den herkömmlich gezahlten, festen Gehältern. In Geschichtsbüchern wird eine solche Art der Entlohnung erstmals in 1824 erwähnt. Damals wurde auf einem Gut in Breslau eine Tantieme, als Belohnung für gute

Arbeit

gezahlt. Der Charakter einer Erfolgsvergütung ist bis heute geblieben. Vorrangig wird eine Tantiemenzahlung an bestimmte, meist leitende Mitarbeiter geleistet und soll positiv motivieren. Auch „normale“ Mitarbeiter können Tantiemen bekommen, allerdings nennt sich dies dann Abschluss- oder Jahresabschlussvergütung. Diese

Vergütung

wird, wie im Namen enthalten, am Ende eines Jahres gezahlt und berücksichtigt nur die positiven Zahlen. Verluste werden hierbei nicht berücksichtigt. Dies kommt aber sehr wohl bei Tantiemen in Betracht.

Es kann passieren, dass Mitarbeiter eines Unternehmens am Jahresende eine Belohnung für geleistete

Arbeit

bekommen, die leitenden Angestellten aber nicht. Das kann der Fall sein, wenn vereinbarte Umsatzziele nicht erreicht wurden. Das Urheberrecht regelt Tantiemen für Autoren oder Komponisten. Hier kann die Höhe der Auszahlung, z.B. vom Erreichen einer bestimmten Auflagenzahl der Bücher abhängen. Die Ausschüttungen der GEMA entscheiden über die Höhe der Tantiemenzahlungen an Musiker oder Komponisten.


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