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Tarifgehalt

Die Grundlage für das Tarifgehalt bildet in Deutschland der

Tarifvertrag

, der aufgrund der herrschenden Tarifautonomie zwischen den Vertretern der

Arbeitnehmer

und Arbeitgeber-Branchen, zum Teil auch nur konzernintern, ausgehandelt wird. Im Tarifvertragsrecht regelt der sogenannte

Manteltarifvertrag

, die allgemeinen Rahmenbedingungen des Arbeitsverhältnisses. In ihm werden Regelung für Urlaub, Krankheit,

Weihnachtsgeld

, Zusatzleistungen, Beendigung des Arbeitsverhältnisses etc. festgelegt.

Im

Lohn

- und

Gehaltstarifvertrag

, der im deutschen

Arbeitsrecht

eine besondere Form des Tarifvertrages darstellt, wird die konkrete Höhe der

Vergütung

(Tarifgehalt und

Tariflohn

) in seinem Geltungsbereich festgehalten. Im

Lohn

- und

Gehaltstarifvertrag

sind die Lohngruppen aufgeführt. Ihnen sind die

Arbeitnehmer

und Auszubildenden nach Tätigkeiten zugeordnet. Eine der Lohngruppen wird als sogenannter Ecklohn definiert. An ihm orientieren sich alle anderen Gruppen und das jeweilige Tarifgehalt. Dabei gibt es sowohl nach oben, als auch nach unten, prozentuale Abweichungen. In die Berechnung des Entgelts fließen, unter anderem, auch die Anzahl der Berufsjahre,

Betriebszugehörigkeit

, Alters- und Ortsklassen ein, was dazu führen kann, dass das Tarifgehalt innerhalb eines Konzerns für die gleiche Tätigkeit variieren kann. Außerdem soll damit die Betriebstreue und die Berufserfahrung der

Arbeitnehmer

besser berücksichtigt werden.

Wenn die in dem Mantelvertrag festgehaltene Arbeitszeit überschritten wird, werden auf das Tarifgehalt Zuschläge gezahlt, oder ein Arbeitszeitausgleich vorgenommen. Teuerungs- und Funktionszulagen werden ebenfalls im

Tarifvertrag

definiert. Dem

Arbeitnehmer

sollen durch dieses System Anreize geschaffen werden, einen höheren

Verdienst

zu erwerben. Damit kann der

Arbeitnehmer

eigenverantwortlich etwas unternehmen, um seinen Lebensstandard zu erhöhen. Der Arbeitsgeber sieht den Nutzen vor allem darin, dass die Produktionsfaktoren besser genutzt werden. Das Tarifgehalt bzw. der

Tariflohn

gelten als Mindestlöhne. Nach unten darf davon nicht abgewichen werden, wenn der

Tarifvertrag

für das

Arbeitsverhältnis

zwingend ist. Eine Überschreitung des Tarifgehalts ist dagegen zulässig.


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