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Teilzeit

Auch wenn auf der einen Seite der zunehmende Niedriglohnsektor dafür sorgt, dass immer mehr Menschen von ihrer

Arbeit

kaum noch leben können, so nehmen auf der anderen Seite Teilzeit-Beschäftigungsverhältnisse zu. Das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG) verlangt, dass jeder

Arbeitnehmer

, zumindest während eines Jahres, seine

Arbeit

in Teilzeit verrichten darf. Nach den Gründen hat der Arbeitgeber nicht zu fragen. Oft ist die Geburt eines Kindes der Auslöser für den Wunsch nach Teilzeit-

Arbeit

. Andere

Arbeitnehmer

möchten aus gesundheitlichen Gründen nicht ganztags arbeiten, oder ihre Vermögensverhältnisse lassen eine Tätigkeit mit geringerer Stundenzahl zu. Auch Menschen, die in künstlerischen Berufen arbeiten, wie z.B. Schriftsteller oder Musiker, nehmen oft zur Sicherung des Lebensunterhalts eine Teilzeit-Beschäftigung an. Teilzeitbeschäftigte müssen, in der Regel, kaum  mit einem stark reduzierten

Einkommen

rechnen.

Die in Deutschland übliche Steuerprogression hat in diesen Fällen sogar einen Vorteil: Wer seine Arbeitszeit z.B. um 20% reduziert, muss mit Abzügen von höchstens 10% von seinem

Nettogehalt

rechnen. Eine genaue Berechnung unter Berücksichtigung der individuellen Steuersituation kann jedermann über einen Teilzeit-Rechner vornehmen, der im Internet kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Die Nachteile liegen eher in der späteren Festlegung der Alters- oder einer Erwerbsunfähigkeitsrente oder, in der Berechnung des Arbeitslosengeldes, falls der

Arbeitnehmer

seinen Arbeitsplatz aus anderen Gründen verlieren sollte. Einbußen muss ein

Arbeitnehmer

, der langfristig in Teilzeit arbeitet, auch beim Erklimmen der Karriereleiter in Kauf nehmen. Unternehmen trauen hierzulande Teilzeitbeschäftigten nur selten eine Führungsrolle zu. Das Aufteilen einer Führungsposition auf zwei Beschäftigte mit reduzierter Arbeitszeit ist äußerst unüblich.


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