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Urlaubsanspruch

Jeder

Arbeitnehmer

hat in Deutschland den gesetzlichen Anspruch auf einen bezahlten Jahresurlaub. In den meisten Betrieben liegt dieser Urlaubsanspruch bei fünf bis sechs Wochen im Jahr. Der gesetzliche Urlaubsanspruch liegt derzeit bei 20 Tagen im Jahr. Zudem kann jeder Arbeitgeber im

Arbeitsvertrag

einen individuellen Urlaubsanspruch festlegen, der aber mindestens 20 Tage beinhalten muss.

Allerdings muss der Arbeiter mindestens sechs Monate eines Jahres im jeweiligen Betrieb tätig gewesen sein, um einen Urlaubsanspruch geltend machen zu können. Erfüllt er diese Voraussetzung nicht, hat er auch keinen Urlaubsanspruch. Hierbei hängt der Urlaubsanspruch allerdings auch immer von dem Eintrittsdatum des Arbeitnehmers ab, beziehungsweise von der jeweiligen Jahreszeit. Beginnt der

Arbeitnehmer

das

Arbeitsverhältnis

beispielsweise im September, so reicht der Rest des Jahres nicht mehr dazu aus, um die sechsmonatige Frist zu erfüllen. In solch einem Fall gilt der Paragraph 5 des Bundesurlaubsgesetztes. Dieser sieht für den

Arbeitnehmer

einen Teilurlaub vor, der individuell vom Arbeitgeber und

Arbeitnehmer

gestaltet werden kann. Allerdings wissen nur die Wesenigsten von dieser Möglichkeit.

Wichtig ist auch die Berechnung vom Urlaubsanspruch. Im Großen und Ganzen ist der Urlaubsanspruch leicht zu berechnen und beträgt, bei einer Vollzeitstelle mit einer Fünf Tage Woche, einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Anders ist es dabei bei Teilzeitkräften. Arbeitet eine Teilzeitkraft beispielsweise nur drei Tage die Woche, hat diese Teilzeitkraft einen Urlaubsanspruch von 18 Tagen. Es gibt natürlich auch immer bestimmte Sonderregelungen, wie beispielsweise Sonderurlaub bei einem Todesfall, einer Hochzeit oder einer Geburt. Dieser Sonderurlaub wird allerdings nicht im Urlaubsgesetz, sondern im Bundesgesetzbuch geregelt und wird auch nicht vom normalem Urlaub abgezogen.


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