Nettolohn.de Lexikon

Vergütung

Die Vergütung, auch

Arbeitsentgelt

genannt, erhalten speziell Angestellte im öffentlichen Dienst. Im Handelsrecht sagt man auch Provision, im Kunstgewerbe

Tantieme

und im Dienstvertragsrecht nennt man es

Honorar

. Der Arbeitgeber schuldet dem

Arbeitnehmer

eine Vergütung, da zwischen den beiden ein

Arbeitsvertrag

besteht. Zwischen diesen Vergütungsarten gibt es mehrere Abschweifungen beim Bezahlen. Im Krankheitsfalle bleibt die Lohnzahlung allerdings überall gleich. Die Höhe der Vergütung bestimmt der Arbeitgeber.

Qualifikationen und Berufserfahrung spielen bei der Höhe der Vergütung eine wichtige Rolle, allerdings bestehen auch regulierende Bestimmungen. Eine Vergütungsabrede ist sittenwidrig, wenn die Vergütung ein Drittel unterhalb des üblichen Entgeltes liegt. Die Abrede ist damit nichtig und die übliche Vergütung muss gezahlt werden. Eine "Taxe" bestimmt die Vergütungshöhe, falls im Vertrag keine Angabe über die Vergütungshöhe gemacht wurde. Bei einem

Tarifvertrag

darf das Mindesentgelt nicht unterschritten werden. Die Höhe dieser Vergütungen wird im

Tarifregister

dokumentiert. Die

Tarifregister

werden von allen Bundesländern und dem Bundesministerium für Wirtschaft und

Arbeit

geführt. Eine Bestimmung des Entgelts darf heutzutage nicht mehr geschlechtsspezifisch sein, da dies ein Verstoß gegen die Diskriminierungsverbote wäre. Eine Ausnahme gibt es hier bei typischen "Männerberufen", wie zum Beispiel im produzierenden Gewerbe. Hier verdienen die Frauen meistens 30 Prozent weniger. Von dem

Bruttogehalt

der Vergütung werden noch diverse

Steuern

, wie zum Beispiel

Kirchensteuer

und

Lohnsteuer

, sowie die Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge abgezogen.


zurück