Nettolohn.de Lexikon

Versicherungsfrei

Jeder

Arbeitnehmer

, dessen

Verdienst

über eine gewisse Grenze hinausgeht, ist in Deutschland verpflichtet,

Sozialabgaben

zu zahlen. Es gibt jedoch einige Jobs, die in jedem Fall versicherungsfrei bleiben. Die wohl am meisten genutzte Art einer sozialversicherungsfreien

Arbeit

ist der so genannte

Minijob

. Bleibt der

Verdienst

des Arbeitnehmers unter 400 Euro monatlich, sind keine

Sozialabgaben

abzuführen. Der Arbeitgeber ist lediglich verpflichtet, einen Pauschalbetrag zu bezahlen. Werden zwei

Minijobs

parallel zueinander ausgeführt, wird der

Lohn

addiert und man wird damit wieder sozialversicherungspflichtig. Sollte der

Verdienst

schwanken, wird das Jahreseinkommen durch zwölf geteilt, und so der monatliche Durchschnittslohn ermittelt.

Falls der

Lohn

zwischen 400 und 800 Euro liegt, befindet sich der

Arbeitnehmer

in der so genannten

Gleitzone

. In diesem Fall sind zwar

Sozialabgaben

zu zahlen, jedoch nicht in voller Höhe, sondern parallel ansteigend zum

Gehalt

. Ebenso versicherungsfrei bleiben Beschäftigungsverhältnisse, bei denen der

Arbeitnehmer

maximal 50 Tage im Kalenderjahr, oder zwei Monate ohne Unterbrechung, arbeitet. Bleibt man unter dieser Obergrenze ist es unerheblich, wieviel in diesem Zeitraum verdient wird.

Spezielle Regeln gelten für Studierende. Eine Beschäftigung während der vorlesungsfreien Zeit bleibt, unabhängig von Dauer und

Verdienst

, in jedem Fall versicherungsfrei. Jobbt man auch während der Vorlesungszeit regelmäßig, gelten oben genannte Bestimmungen und Obergrenzen. Möchte man also einen

Nebenjob

ausführen, sollte man sich genauestens über die Sozialversicherungspflicht informieren, um das, für sich individuell günstigste Modell, zu wählen.


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