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Weihnachtsgeld

Das

Weihnachtsgeld

ist die klassische Form einer Jahressonderzahlung, die viele Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern in der Regel mit der Gehaltszahlung im November eines jeden Jahres auszahlen. Gerade Unternehmen, die auch an Tarife gebunden sind, sind Vorreiter in Sachen

Weihnachtsgeld

. So besagen aktuelle Statistiken, dass 53% aller Befragten

Weihnachtsgeld

erhalten. In Unternehmen, die nach Tarif zahlen, steigt die Zahl sogar auf 76% der Beschäftigten.

Leider gibt es auch bei dieser Art der Gratifikation deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Während gut 56% der Arbeiter und Angestellten in den alten Bundesländern das

Weihnachtsgeld

bekommen, sind es in den neuen Bundesländern nur knapp 41%. Ähnliche Aussagen können auch zur Höhe des Weihnachtsgeldes getroffen werden, das

Weihnachtsgeld

im Westen fällt deutlich höher aus, als das im Osten. In vielen Tarifverträgen ist die Zahlung des Weihnachtsgelds entsprechend geregelt, dabei wird meistens ein festgelegter Prozentsatz vom monatlichen Bruttoeinkommen ausgezahlt. Das

Weihnachtsgeld

steigt also dann automatisch, wenn sich auch die

Tariflöhne

nach oben bewegt haben.

Interessant ist auch, dass viele Unternehmen die Höhe des Weihnachtsgelds an die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens koppeln, auch ist die Zahl der Vollzeitbeschäftigten (54%), die

Weihnachtsgeld

erhalten höher als die Zahl der Teilzeitbeschäftigten (47%). 55% der Männer, die

Weihnachtsgeld

ausbezahlt bekommen, stehen nur 50% der Frauen gegenüber.

Die Zahlung des Weihnachtsgelds ist oft auch daran gekoppelt, wie lange der Beschäftigte im Unternehmen bleibt. Viele Firmen verlangen das

Weihnachtsgeld

zum großen Teil zurück, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen bis zum 31.03. des Folgejahres verlässt. Auch andere Regelungen im

Tarifvertrag

können Auswirkungen auf die Höhe des zu zahlenden Weihnachtsgelds haben, so kann dieses beispielsweise bei langer Krankheit entsprechend gekürzt werden.


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