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Weiterbildungskosten

Dass das gesamte Leben aus Lernen besteht, sagen Eltern immer wieder gerne ihren Kindern. Allerdings trifft das auch auf Erwachsene zu, die im Erwerbsleben stehen und einer geregelten Beschäftigung nachgehen. Denn auch hier ist es mit der Beendigung der

Ausbildung

, mit dem Lernen nicht vorbei. Eher erwarten die Arbeitgeber im Gegenteil, dass sich ihr Angestellter immer wieder durch Fort- und Weiterbildungen auf den neuesten Wissensstand bringt. Dafür bieten die Unternehmen interne Fortbildungsveranstaltungen im Betrieb an, wie auch externe, zu denen sie ihre Angestellten schicken. Bei den internen Fortbildungsveranstaltungen entstehen für den

Arbeitnehmer

, in der Regel, keine Kosten, da der Schulungsreferent meist vom Unternehmen direkt eingeladen und bezahlt wird. Muss der

Arbeitnehmer

jedoch zu einer externen Weiterbildung, entstehen ihm Weiterbildungskosten, die ihm zu erstatten sind.

Typische Weiterbildungskosten sind, bei einer mehr als achtstündigen Abwesenheit von zu Hause, Verpflegungskosten und bei mehrtätigen Veranstaltungen auch die Übernachtungskosten, sowie die Kosten der An- und Abreise. Die meisten Arbeitgeber werden die Weiterbildungskosten ihren Angestellten in vollem Umfang erstatten. Dazu reicht er nach Abschluss der Fortbildung seinem Arbeitgeber eine Aufstellung, der ihm entstandenen Kosten, ein. Die Erstattung der Weiterbildungskosten sind steuerfrei.

Anders verhält es sich, wenn der

Arbeitnehmer

die Weiterbildungskosten nicht erstattet bekommt. Dann handelt es sich bei diesen Ausgaben um Einnahmen aus unselbständiger

Arbeit

, die in der

Steuererklärung

als

Werbungskosten

abgesetzt werden können. Für die steuerliche Anerkennung der Weiterbildungskosten muss jedoch eine detailierte Aufstellung, der im Zusammenhang mit der Fortbildung entstandenen Kosten, angefertigt sowie dargelegt werden, dass die Weiterbildung im Interesse des Arbeitgebers notwendig war.


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