Studentenjob: Muss ich die Rentenversicherung zahlen?

- 11.03.2011 von ph -

Wer studiert, sollte sich natürlich auch Gedanken um seine Altersvorsorge machen. Bereits mit kleineren Beträgen kann man auch schon während des Studiums zukunftsdenkend investieren. So gibt es speziell für Studenten Einsteigertarife, die einen optimalen Einstieg schon zu Studienzeiten in die private Altersvorsorge ermöglichen. Natürlich sind die finanziellen Mittel bei Studenten zumeist sehr begrenzt. Dadurch sind auch die Möglichkeiten zur Geldanlage eingeschränkt. Allerdings sollte man sich aufgrund des demografischen Wandels und der daraus resultierenden zunehmenden Einsparungen im Sozialsystem bereits in jungen Jahren darauf achten, dass man wenigstens mit kleinen Beträgen in die private Rentenabsicherung investiert.

Wenn man als Student einem Studentenjob neben dem Studium nachgeht, dann hat man grundsätzlich eine Versicherungspflicht, was auch bedeutet, dass man an die gesetzliche Rentenversicherung gebunden ist. Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung wird dabei jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Studenten geleistet, die Höhe richtet sich dabei nach dem eigentlichen Bruttoeinkommen. Dies gilt allerdings nicht, wenn man als Student einem sogenannten Mini-Job nachgeht. Bei einem solchen Arbeitsverhältnis mit einem maximalen Verdienst von monatlich 400 Euro hat allein der Arbeitgeber die Beiträge zur Rentenversicherung zu zahlen. Allerdings hat man hier die Option, dass man als Student die Beiträge des Arbeitgebers zusätzlich aufstocken kann und somit über einen höheren Rentenanspruch hat.
Rentenansprüche für Studenten.

Außerdem gibt es eine sogenannte Gleitzone für Studenten, die derzeit bei einem monatlichen Verdienst zwischen 400 und 800 Euro liegt. Fällt man mit seinem Studentenjob in diese Zone, dann wird der Rentenversicherungsbeitrag durch eine Formel errechnet. Für Studenten hat dies den Vorteil, dass man weniger als die normale Abgabe pro Monat zu leisten hat und somit über ein höheres Nettoeinkommen verfügt. Natürlich kann man aber auch hier die Beiträge aufstocken und somit auch seinen späteren Rentenanspruch positiv beeinflussen.

Ausgenommen von der Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung sind nur Studenten, die entweder während des Studiums einem nebenberuflichen Gewerbe im Sinne eines Kleinstunternehmens nachgehen oder aber nur begrenzt, also maximal 50 Tage oder festgesetzt nur zwei Monate im Jahr in einem Studentenjob arbeiten gehen.