Brückentage 2016 fallen ideal: Frühzeitig Urlaub beantragen lohnt sich

- 11.12.2015 von Sonja Hess -

Urlaub und FeiertageDas Jahr 2016 beschert Arbeitstätigen zahlreiche Feiertage rund um das Wochenende. Erfahren Sie hier, wie im kommenden Jahr aus 24 Urlaubstagen 47 werden können.

Wie kann ein Arbeitnehmer seine Urlaubstage idealerweise legen, um unter Einsatz möglichst weniger Urlaubstage möglichst viele Tage am Stück freizuhaben? Um möglichst viele freie und zusammenhängende Tage zu genießen, ist es gut, den Urlaub rund um die Brückentage zu planen. Auf diese Weise profitieren Arbeitnehmer von längeren Urlaubszeiten. Im folgenden Jahr wird dies besonders deutlich.

Alle Brückentage für das Jahr 2016 auf einen Blick:

  • Neujahr (31.12.2015-1.1.2016, Donnerstag/ Freitag, 4 freie Tage, 0,5 Urlaubstage)
  • Neujahr mit zwei zusätzlichen Tagen (Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg) wegen 6.1.2016 bis 14 Tage Urlaub
  • Ostern (19.3. – 3.4.2016, 16 freie Tage, 8 Urlaubstage)
  • Christi Himmelfahrt (30.4. – 8.5.2016, 9 freie Tage, 4 Urlaubstage)
  • Pfingsten (7.5. – 16.4.2016, 10 freie Tage, 5 Urlaubstage) in Kombination mit folgender Brücke insgesamt 17 Tage möglich
  • Fronleichnam (21.5. – 29.5.2016, 9 freie Tage, 4 Urlaubstage in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz)
  • Tag der deutschen Einheit (1.10. – 9.10.2016, 9 freie Tage, 5 Urlaubstage)
  • Reformationstag (29.10. – 6.11.2016, 9 freie Tage, 4 Urlaubstage in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt)
  • Allerheiligen (29.10. – 6.11.2016, 9 freie Tage, 4 Urlaubstage in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Rheinland-Pfalz)
  • Weihnachten und Neujahr (24.12.2016 – 1.1.2017, 4 Urlaubstage, 9 freie Tage)

Darf der Chef den Urlaub verweigern?

Grundsätzlich dürfen Arbeitnehmer ihr Urlaubsdatum frei wählen (§ 7 Abs. 1 Bundesurlaubsgesetz). Arbeitgeber sind verpflichtet, diesem Wunsch nachzugehen. Allerdings können sie ihn verweigern, wenn dringende, betriebliche Gründe vorliegen. Zu diesen zählen:

  • personelle Engpässe (saisonale oder krankheitsbedingt)
  • Betriebsferien
  • ungeplante Großaufträge

Tritt einer oder mehrere dieser Gründe ein, muss der Arbeitgeber diese bei einer eventuellen Ablehnung anführen. Dennoch gilt zu beachten, dass die Verneinung kein Dauerzustand sein darf. Arbeitnehmer haben in Deutschland einen Mindestanspruch auf 24 Werktage Urlaub pro Jahr (§ 1BUrlG).

Weitere Probleme bei der Urlaubsplanung in Unternehmen:

Darüber hinaus bekommen Arbeitnehmer mit Kindern eine sehr starke Stimme. Gerade wenn es sich bereits um Schulkinder handelt. Schließlich müssen arbeitstätige Mütter oder Väter hier häufig ein Spagat zwischen den Voraussetzungen des Unternehmens und den Schulferien machen. Dies hat zur Folge, dass zum Wohle der ganzen Familie eine zu den Ferien äquivalente Urlaubsplanung von großem Vorteil ist. Es gilt zu beachten, dass ähnliche Schwierigkeiten bei der Betreuung in der Kita oder einer Tagespflege auftreten können, wenn Schließzeiten vorgegeben sind. Jedoch gilt in jedem Fall, dass kinderlose Arbeitnehmer in jedem Fall auch zu ihrem rechtlich verankerten Urlaub kommen müssen. Mit ein bisschen Flexibilität und einer transparenten Kommunikation mit dem Chef werden auch hier individuelle Bedürfnisse mit beachtet.

Kann ein bereits genehmigter Urlaub vom Chef widerrufen werden?

Wenn schließlich ein Antrag auf Urlaub vom Arbeitgeber schriftlich bestätigt wurde, dann darf er nicht einfach gestrichen werden. Sollten dennoch unvorhersehbare, betriebliche Gründe auftreten, bedarf es auf jeden Fall der Zustimmung seitens des Arbeitnehmers. Im anderen Fall sind Arbeitgeber dazu angehalten, einen adäquaten Ersatz zu finden.

Einmalige Chance im Jahr 2016 nutzen

Wer zeitnah bis spätestens Mitte Januar seinen Urlaub für 2016 beantragt und diesen bewilligt bekommt, geht auf Nummer sicher. Nicht zuletzt werden die Voraussetzungen nicht gleich wieder so arbeitnehmerfreundlich. Erst im Jahr 2025 sind ähnlich gute Bedingungen zu erwarten. Bei all jenen Personen, die noch heute an den nächsten Urlaub denken, steht der Weltreise oder einem gemütlichen Familienurlaub im kommenden Jahr nichts mehr im Weg. / Fotoquelle: fotolia.de / © Gina Sanders

Autor: Sonja Hess

Freiberufliche Autorin und Powerfrau, die sich in allen Bereichen zum Thema Arbeitsrecht, Finanzen und Karriere auskennt. Sie macht uns vor, dass es kein Problem ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. 2012 hat sie ihren ersten Text für uns geschrieben und nach einer etwas längeren Babypause freut sie sich nun, wieder die Ärmel hochkrempeln und schreiben zu können