Der Businessplan – Das A und O für Existenzgründer

- 23.05.2018 von Sebastian Rheingauer -

Businessplan und ExistenzgründungEr ist oft der erste Schritt auf dem Weg zur Existenzgründung und bildet nicht selten die Basis für eine erfolgreiche Selbstständigkeit: Der Businessplan. Er ist das zentrale Dokument in der Gründungsphase, denn hier sollten alle Zahlen und Pläne der nächsten Jahre vermerkt sein.

Am Anfang jeder Existenzgründung steht eine Idee. Diese allein ist jedoch kein Garant dafür, dass man am Ende auch Erfolg hat. Die Idee muss in ein nachvollziehbares Konzept verwandelt werden, das verschiedenste Aspekte beleuchtet. Genau an dieser Stelle kommt der Businessplan ins Spiel. Dieser hat verschiedene Aufgaben: Zum einen geht es darum, dass man sich selbst umfassend mit den unterschiedlichen Punkten seiner Geschäftsidee beschäftigt.

Darüber hinaus bildet der Businessplan auch die Grundlage, um Investoren, Banken sowie mögliche Geschäftspartner und Kunden anzusprechen. Anhand des Plans können nicht nur Geldgeber und Interessenten die Erfolgsaussichten sowie die Vorbereitung und die Kompetenz des Gründers einschätzen, sondern auch der Gründer selbst. Entsprechend sorgfältig sollte der Businessplan erstellt werden.

Der Aufbau

Grundsätzlich gibt es keine formale Vorgabe, wie ein Businessplan genau aufgebaut sein sollte. Allerdings macht es Sinn, sich an bestimmten Eckpunkten zu orientieren. Eine gute Gliederung und ein verständlicher Stil helfen dabei, dass der Leser die Inhalte nachvollziehen kann. Eine übertriebene Nutzung von Fachbegriffen oder Fremdwörtern ist dabei nicht empfehlenswert. Ein Businessplan sollte immer so formuliert sein, dass sich selbst Laien ohne Probleme ein Bild von der Geschäftsidee machen können. Helfen können dabei auch Skizzen und Diagramme, die bestimmte Aussagen noch einmal verbildlichen. Dabei sollte man es allerdings auch nicht übertreiben. Rund 20 bis 25 Seiten sind ein guter Richtwert für den Umfang des Plans.

Nicht zu unterschätzen ist zudem das Thema Gliederung. Ein roter Faden hilft dabei, die Inhalte verständlich darzustellen. Idealerweise beginnt man gleich mit einer übersichtlichen Zusammenfassung. Diese muss nicht notwendigerweise als Erstes geschrieben werden, sie sollte aber unbedingt an erster Stelle des Dokuments stehen, damit der Leser sofort eine übersichtliche Vorschau auf das präsentiert bekommt, was ihn anschließend erwartet. Die Zusammenfassung sollte Dinge wie die Idee, den Kapitalbedarf und die geplante Entwicklung beinhalten.

Was gehört in den Businessplan?

Bei dem Businessplan dreht es sich nicht nur um die Vorstellung der Geschäftsidee und deren Umsetzung, allerdings ist das Produkt oder die Dienstleistung ein zentraler Punkt. Wichtig ist dabei, dass man genau herausstellt, was das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung so besonders macht oder von bereits vorhandenen Angeboten abhebt. Auch die Produktion oder Umsetzung sollte genau charakterisiert werden.

Darüber hinaus geht es im Businessplan aber auch darum, sich mit der Geschäftswelt, in die man eintreten möchte, zu beschäftigen. Fragen nach den Chancen und Risiken auf dem Markt, dem Marketing, der Konkurrenz, den eigenen Stärken und Schwächen sowie Standortfaktoren müssen beantwortet werden. Je nach Geschäftsidee sollten zudem verschiedene Unterlagen beigelegt werden. Dinge wie Lebenslauf, verschiedene Verträge, Abschlüsse, Gutachten sowie Analysen sind wichtig, wenn der Businessplan erfolgreich sein soll.

Zwischen Erfolg und Scheitern

Wie schon erwähnt, kann der Businessplan den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern einer Geschäftsidee ausmachen. Besonders wenn man auf Kredite oder Investoren angewiesen ist, sollte der Plan mit großer Sorgfalt erstellt werden. Für Banken oder mögliche Geldgeber ist der Businessplan oft der wichtigste Entscheidungsfaktor. Ein schlechtes Konzept oder viele Fehler können daher dazu führen, dass man keine Finanzierung erhält.

Fehler können auf vielfache Art und Weise begangen werden. Relativ einfach zu vermeiden sind beispielsweise Formfehler wie falsches Fachvokabular, schlechte Präsentation oder ein Sprachstil, der für den Businessplan nicht angemessen ist. Auch die schon angesprochene Zusammenfassung oder wichtige fehlende Komponenten wie ein Marketingkonzept oder eine überzeugende Produktvorstellung sind häufig Gründe für ein Scheitern im Vorfeld. Im Zweifel kann es nie schaden, mit externer Hilfe zu arbeiten. Auch wenn dafür in der Regel zusätzliche Kosten anfallen, können Profis dabei helfen, Fehler zu vermeiden und so den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern ausmachen. / Fotoquelle: fotolia.de / © fotomek

Autor: Sebastian Rheingauer

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