Erzieher in Kindertagesstätten – ein Beruf mit besten Zukunftsaussichten

- 27.06.2012 von Kim Teschner -

Kinderbetreuung und KindertagesstätteDeutschland ist dringend auf der Suche nach neuen Erziehern, denn zum 1. August 2013 wird der von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder eingeführte Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz gültig. Wie das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in München errechnet hat, werden zu diesem Zeitpunkt knapp 25.000 Erzieherstellen nicht besetzt sein. Zukünftige Erzieher haben dadurch jedoch optimale Voraussetzungen, um einen langfristig sicheren Job zu bekommen.

Zusatzangebote für Erzieher von Städten und Kommunen

Während in den neuen Bundesländern genügend Erzieher vorhanden sind, verschärft sich in den alten Bundesländern die Situation zusehends. Einige Städte und Kommunen sind daher dazu übergegangen, besondere Anreize für potentielle Erzieher zu schaffen. Vielerorts sind die Erziehergehälter inzwischen deutlich angehoben worden. München etwa wirbt um mögliche Kandidaten mit günstigem Wohnraum, andere Städte setzen vermehrt auf ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. Zudem sind sich Experten sicher, dass sich die Arbeitsbedingungen in den Krippen und Kitas künftig deutlich verbessern werden, damit Erzieher gehalten werden und nicht in andere Berufe abwandern. So scheint sicher, dass es künftig deutlich weniger befristete, dafür aber umso mehr Vollzeitstellen geben wird. Auch Müttern soll der Wiedereinsteig in den Beruf deutlich erleichtert und mit flankierenden Maßnahmen begleitet werden.

Auch Männer werden als Erzieher gesucht

Aufgrund des demografischen Wandels müssen immer mehr Kinder immer länger betreut werden, da in Deutschland händeringend Arbeitskräfte gesucht werden. Künftig wird daher die Ganztagsbetreuung stetig an Bedeutung gewinnen. Zudem steigt in Krippen und Kitas der Anteil an Kindern, die einen Migrationshintergrund haben. Dieser wird noch weiter zunehmen, wenn gut ausgebildete Menschen aus dem Ausland zur Bekämpfung des Fachkräftemangels nach Deutschland kommen. Gerade für sie wird es wichtig sein, dass ihre Kinder eine optimale Betreuung bekommen, wie sie es heute schon in ausreichendem Maße etwa in den skandinavischen Ländern gibt.

Wer heute eine Ausbildung als Erzieher beginnt, hat allerbeste Aussichten auf einen festen Job. Auch Quereinsteiger, die sich umschulen lassen, werden mit Sicherheit gebraucht werden. Besonders gefragt sind vor allem Männer, denn Kinder sollen es in jungen Jahren nicht nur mit weiblichen Bezugspersonen zu tun bekommen, sondern auch einen Einblick in die männliche Denk- und Gefühlswelt bekommen. Bislang ist in Deutschland nicht einmal jeder zehnte Erzieher männlich. / Fotoquelle: fotolia.de / © Gennadiy Poznyakov

Autor: Kim Teschner

Kim ist bereits seit 2012 bei uns. Damals hat sie hauptberuflich bei einem Steuerberater gearbeitet und wollte ihr Wissen gerne einem breiten Publikum zur Verfügung stellen. Nach Mutterschutz und Elternzeit ist sie nun endlich wieder da und unterstützt uns in den Bereichen Finanzen, Gehalt und Steuern.