Jobaussichten für Lehrer – bestens mit der richtigen Fächerkombination

- 27.07.2012 von Kim Teschner -

Lehramt und LehrkräfteDer Beruf des Lehrers hat Zukunft, denn Lehrer wird die Gesellschaft so lange brauchen, wie sie Kinder hat. Und da Bildung heutzutage sowohl politisch als auch gesellschaftlich eine sehr wichtige Rolle zukommt, wird der Bedarf an Lehrern in verschiedenen Schulformen nie nachlassen. Ganz so pauschalisiert kann man diese Behauptung aber nicht betrachten, denn die Frage, ob man als frisch ausgebildeter Lehrer schnell eine Stelle findet, hängt stark von der gewählten Fächerkombination ab.

Einstellungschancen für Lehrer sind gut

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Lehrkräfte hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Länder haben im Jahr 2009 achtzehn Prozent mehr Lehrerstellen neu besetzt als im Jahr vorher und dieser Trend hält noch an. Demnach gibt es auch weniger Arbeitslose unter den Lehrkräften. Prognosen zu machen, ist jedoch immer schwierig und hängt in diesem Fall von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Insgesamt sollen nach Auskunft des deutschen Lehrerverbandes zehn- bis zwanzigtausend Lehrer an den Schulen in Deutschland fehlen. Dazu kommt, dass fast ein Drittel der Lehrer an den allgemeinbildenden Schulen bereits über 55 Jahre alt sind und also maximal zehn Jahre vor der Pensionierung stehen. Auch dadurch ergibt sich in den kommenden Jahren ein hoher Bedarf an Nachwuchs an Lehrkräften.

Zahl der Schüler in Deutschland sinkt kontinuierlich

Dem entgegen steht, dass in Deutschland immer weniger Kinder zur Welt kommen und dadurch die Zahlen der Schüler pro Jahrgang stetig zurückgehen. Wenn man also davon ausgeht, dass die Klassengrößen gleich bleiben, wird dies dazu führen, dass der Bedarf an Lehrkräften stetig sinkt. Dies wäre natürlich die Gelegenheit die Schülerzahlen pro Klasse zu senken und den Unterricht dadurch an Qualität gewinnen zu lassen. Dies hofft unter anderem der deutsche Lehrerverband, der jedoch gleichzeitig befürchtet, dass die Politik die Gelegenheit nutzt und durch die demographische Entwicklung die Einsparung von Stellen rechtfertigen möchte.

Letztendlich hängen die Chancen für junge Lehrer natürlich auch von dem Bundesland ab. Während Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen aktuell finanziell etwas besser dastehen, müssen Bremen und das Saarland sowie die Bundesländer in den Neuen Bundesländern sparen. Ein weiterer Faktor ist die Kombination der Fächer, die der junge Lehrer studiert hat. Für Fächer wie Geschichte, Deutsch und einige Fremdsprachen gibt es aktuell mehr Bewerber als Stellen. Mit den Fächern Mathematik, Chemie, Musik, Informatik, Kunst oder Biologie sehen die Chancen auf einen Job jedoch sehr gut aus. An den Gymnasien gibt es in den meisten Fächern bereits einen Überhang an Lehrern und somit sind die Einstellungschancen hier, außer in den Mangelfächern, geringer. Vor allem Lehrer an Berufsschulen mit technischen Fächern werden gerade gesucht. / Fotoquelle: fotolia.de / © PRCreativeTeam

Autor: Kim Teschner

Kim ist bereits seit 2012 bei uns. Damals hat sie hauptberuflich bei einem Steuerberater gearbeitet und wollte ihr Wissen gerne einem breiten Publikum zur Verfügung stellen. Nach Mutterschutz und Elternzeit ist sie nun endlich wieder da und unterstützt uns in den Bereichen Finanzen, Gehalt und Steuern.