Über eine Jobbörse zum Traumjob?

- 22.09.2021 von Sonja Hess -

Stellenanzeige und JobsucheJobbörsen sind heute für viele Menschen die erste Anlaufstelle, um den Traumjob zu finden. Doch sowohl bei der Nutzung als auch bei der Suche und der Kontaktaufnahme zum betreffenden Unternehmen gibt es einige Punkte, die Bewerber beachten sollten, damit die Jobsuche von Erfolg gekrönt wird.

Jobbörse als virtueller Marktplatz für Jobsuchende und Unternehmen

Inzwischen gibt es so viele Jobbörsen, dass Nutzer den Überblick verlieren können. Wichtig: Manche Portale widmen sich bestimmten Branchen, wie beispielsweise dem IT-Umfeld. Andere legen sich nicht fest, sondern sind Anlaufstelle für alle möglichen Jobsuchenden vom Verkäufer bis zur Führungskraft im Tech-Bereich.

Eines haben moderne jedoch Jobbörsen gemeinsam: Sie dienen als virtueller Marktplatz, auf dem Unternehmen vakante Stelle ausschreiben. Bewerber finden anhand von Stichworten oder Kategorien schnell aktuell verfügbare Jobs.

Für Bewerber ist die Nutzung der Jobbörse in der Regel kostenlos. Manche Portale verlangen von Unternehmen eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, um inserieren zu dürfen. Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich. Andere verfolgen ein Bezahlmodell, bei dem Inserenten pro Stellenanzeige bezahlen müssen.

Jobbörse ist nicht gleich Jobbörse

Bei vielen Jobbörsen werden die Inhalte nicht vom Betreiber des Portals gewartet, entfernt oder anderweitig verwaltet. Das bedeutet, dass hier hin und wieder Stellen auftauchen, die eventuell gar nicht mehr aktuell sind.

Potenzielle Bewerber orientieren sich am besten am Alter des Inserats. Wurde die Stelle vor mehr als 30 Tagen eingestellt, ist sie eventuell nicht mehr aktuell. Unternehmen würden sie ansonsten neu einstellen oder aktualisieren. Daher lohnt es sich, die Stellen von vornherein nach Aktualität zu sortieren.

Jobbörsen für viele Unternehmen attraktiv

Für Arbeitgeber bieten die Jobbörsen die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Würden die offenen Stellen nur auf der eigenen Website veröffentlicht, ginge die Anzahl der Bewerber wahrscheinlich drastisch zurück. Der Grund: die mangelnde Reichweite.

Manche Unternehmen wissen es zu schätzen, dass sie mithilfe der Stellenangebote nicht nur passende Bewerber finden, sondern auch das Unternehmen bewerben können. Rückt sich der Arbeitgeber mit einem attraktiven, sympathischen Stellenangebot ins rechte Licht, bleibt er im besten Fall positiv im Gedächtnis des Lesers.

Als nachteilig dürfen einige Unternehmen es empfinden, dass Bewerber sich nicht speziell um die Stelle in genau diesem einen Betrieb bemühen, sondern sehr wahrscheinlich nur hinsichtlich der Branche und des Standorts festgelegt sind. Ein weiterer Nachteil: Die Mitbewerber buhlen ebenfalls um attraktive neue Mitarbeiter, die dank der Jobbörse* Stärken und Schwächen des potenziellen neuen Arbeitgebers genau vergleichen können.

Licht- und Schattenseiten der Jobbörse für Bewerber

Für Bewerber bieten sich folgende Vorteile:

  • Suche nach verschiedenen Standorten, Branchen und Zeitmodellen auf einer einzigen Plattform
    einige Arbeitgeber veröffentlichen konkreten Stundenlohn
  • Vergleich potenzieller Arbeitgeber auf einen Blick
  • gezieltes Suchen dank Filter und Kategorien möglich

Nachteile gibt es kaum. Es kann lediglich passieren, dass die Übersichtlichkeit leidet, weil innerhalb eines kurzen Zeitraumes viele in frage kommende Stellen veröffentlicht wurden. Dann helfen allerdings Filterfunktion, die relevanten von den uninteressanten Angeboten zu unterscheiden. Ein weiterer Wermutstropfen: Manche Stellen sind nicht mehr aktuell, aber trotzdem noch ausgeschrieben. Das weckt Hoffnung auf eine tollen neuen Job, die beim Blick auf das Datum der Veröffentlichung enttäuscht wird.

Das sollten Bewerber im Hinterkopf behalten

Viele Unternehmen wissen es zu schätzen, wenn potenzielle Mitarbeiter gezielt auf der Website des Arbeitgebers nach offenen Stellen suchen. Das zeigt echtes Interesse am Unternehmen, der Marke oder den Produkten. Wer hingegen zugibt, über die Jobbörse fündig geworden zu sein, der scheint auch für andere Unternehmen offen zu sein – das muss aber nicht zwingend schlecht ankommen.

Auf veraltete Stellenanzeigen sollten sich Bewerber nur bewerben, wenn dieselbe Stelle noch auf der Karriereseite des Unternehmens auffindbar ist. Dann ist sie wahrscheinlich nach wie vor aktuell. / Fotoquelle: © fizkes – Shutterstock.com

*Aufgrund einer Kooperation mit Stepstone wird die Jobbörse von Nettolohn.de mit deren Stellenangeboten gefüllt.

Autor: Sonja Hess

Freiberufliche Autorin und Powerfrau, die sich in allen Bereichen zum Thema Arbeitsrecht, Finanzen und Karriere auskennt. Sie macht uns vor, dass es kein Problem ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. 2012 hat sie ihren ersten Text für uns geschrieben und nach einer etwas längeren Babypause freut sie sich nun, wieder die Ärmel hochkrempeln und schreiben zu können