Allgemeine Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

- 20.03.2011 von Marlen Schurr -

Infos zur BerufsunfähigkeitBesonders für junge Leute ist es oftmals kaum vorstellbar, dass ein erlernter Beruf zukünftig nicht mehr ausgeübt werden kann und sie berufsunfähig werden. Nach einer Statistik muss jeder vierte Arbeitnehmer wegen der Berufsunfähigkeit den Beruf frühzeitig aufgeben. Dabei spielen oftmals psychische Gründe eine Rolle, aber auch Krebs, Rückenbeschwerden und Herzprobleme. Laut dem Urteil der Stiftung Warentest gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Versicherungen, denn ohne private Vorsorge stehen betroffene Personen mit leeren Händen da.

Wann greift die gesetzliche Invalidenrente?

Nur wer in der heutigen Zeit komplett erwerbsunfähig ist, bei dem springt die gesetzliche Invalidenrente ein. Dies würde bedeuten, keinerlei Arbeit kann mehr ausgeführt werden. Selbst die Invalidenrente zahlt in den neuen Bundesländern nur zwischen 600 und 700 Euro und in den alten Bundesländern zwischen 800 und 900 Euro. Es erhalten Personen nur ein wenig mehr, wenn diese vor dem Jahr 1964 geboren sind. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann einen gesundheitlichen Verdienstausfall ausgleichen, denn sie springt ein, wenn der Betroffene aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Bei dem Vertragsabschluss legt der Versicherte die monatliche Höhe der Rente selbst fest und somit kann der gewohnte Lebensstandard finanziell zumindest gehalten werden.

Für jeden ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ein Muss, wenn die Personen nicht von dem Vermögen leben können und auf die Arbeitskraft angewiesen sind. Sehr vorteilhaft ist oftmals auch eine Kombination mit einer Risiko-Lebensversicherung, wodurch Hinterbliebene im Todesfall eines Versicherten finanziell abgesichert sind. Die Altersbegrenzung stellt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung oftmals einen Nachteil da, denn die Leistungen werden bei vielen Verträgen bis zu dem 65. Lebensjahr begrenzt. Um ohne Abzüge in die Rente zu gehen, sind die meisten Menschen erst ab dem Alter von 67 Jahren rentenberechtigt. Kommt es zur Berufsunfähigkeit, dann sind die Zahlungen nur bis 65 vorgesehen und zwei Jahre erhalten die Versicherten somit kein Geld oder müssen in die Frührente. Es gibt auch keine Zahlungen, wenn der Versicherte nach dem 65. Lebensjahr berufsunfähig wird und die gesamten Einzahlungen sind verloren. Schließen ältere und kranke Personen die Versicherung ab, dann haben diese einige Nachteile. Es kommt zu Ausschlüssen, Risikozuschlägen und die Beiträge sind höher. Auch wenn Personen eine körperlich schwere Arbeit ausführen gibt es erhöhte Beiträge und Leistungsausschlüsse.

Die frei wählbare Rentenhöhe ist ein Vorteil der Berufsunfähigkeitsversicherung. Wird die Berufsunfähigkeit nicht sofort erkannt und lässt sich erst später nachweisen, dann zahlen viele Versicherungen auch rückwirkend. Die Leistungen können bei vielen Versicherungen auch erhöht werden, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig wird. / Fotoquelle: fotolia.de / © Robert Kneschke

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Autor: Marlen Schurr

Eine Autorin der ersten Stunde und Frauchen von Emma. Marlen hat Betriebswirtschaft studiert und danach lange bei einer großen Bank gearbeitet. Finanzen und Wirtschaftsthemen sind ihr Steckenpferd, auch bei der Altersvorsorge weiß sie, wovon sie schreibt. Während ihrer Elternzeit hat sie zum Glück immer wieder Zeit gefunden, sich durch Seminare und Vorträge auf dem Laufenden zu halten und arbeitet inzwischen wieder stundenweise in ihrem alten Job, getreu dem Motto „einmal Banker, immer Banker“. Wir freuen uns, dass sie auch den Weg zu uns zurückgefunden hat und wieder da ist!