Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte: Warum sie so wichtig ist

- 24.03.2011 von Marlen Schurr -

Versicherungsschutz für BeamteNiemand kann die Zukunft orakeln – schon gar nicht die berufliche Zukunft. Daher sollte man auf den schlimmsten Fall, den Fall, in dem man körperlich nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben, vorbereiten sein. Denn nicht immer kann man sich auf die Unterstützung des Staates oder die der eigenen Freunde und Familie dauerhaft verlassen, ohne zur Belastung zu werden. Sowohl für Angestellte als auch für Selbstständige ist mithin eine private Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit unentbehrlich.

Hierzu bieten private Versicherungsträger ihre Dienste an. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung verpflichtet sich der Versicherungsträger, gegen einen monatlich individuell ausgehandelten Betrag dem Versicherungsnehmer im Falle seiner Berufsunfähigkeit eine lebenslange Rente zu zahlen. So soll der Wegfall des Einkommens kompensiert werden.

Beamte dagegen bräuchten rein theoretisch keine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Immerhin sind sie als Beamte vom Staat abgesichert. Denn der Staat ist gesetzlich dazu verpflichtet, für seine Bediensteten zu sorgen. Nicht zuletzt deshalb erhalten Beamte auch keine Rente, sondern eine Pension, die in vielerlei Hinsicht gegenüber der gewöhnlichen Rente privilegiert ist. Auch im Falle der Berufsunfähigkeit muss der Staat für einen angemessenen Unterhalt seiner ehemals Bediensteten Gewähr leisten.

Allerdings kann diese rein theoretische Vorstellung im wirklichen Leben sehr gefährlich werden. Viele Landesgesetze sehen bestimmte Fristen vor. Im Klartext bedeutet das, dass nicht jeder berufsunfähige Beamte auf die Unterstützung seines Dienstherrn vertrauen kann. Dazu müssen gewisse Sperrfristen erfüllt sein; wird ein Beamter berufsunfähig, ehe diese Frist erreicht ist, geht er leer aus. Deshalb ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung auch oder vielleicht gerade für Beamten wichtig. Denn die hohe Arbeitsbelastung von beispielsweise Polizeibeamten mit den vielen Gefahren stellt ein hohes Risiko dar, berufsunfähig zu werden. Aus diesem Grund können vor allem Beamten nicht auf eine private Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten – zumindest so lange, wie sie nicht die oben genannte Sperrfrist erreicht haben, nach der sie staatlich über ihren Dienstherren versichert sind. / Fotoquelle: fotolia.de / © Robert Kneschke

Autor: Marlen Schurr

Eine Autorin der ersten Stunde und Frauchen von Emma. Marlen hat Betriebswirtschaft studiert und danach lange bei einer großen Bank gearbeitet. Finanzen und Wirtschaftsthemen sind ihr Steckenpferd, auch bei der Altersvorsorge weiß sie, wovon sie schreibt. Während ihrer Elternzeit hat sie zum Glück immer wieder Zeit gefunden, sich durch Seminare und Vorträge auf dem Laufenden zu halten und arbeitet inzwischen wieder stundenweise in ihrem alten Job, getreu dem Motto „einmal Banker, immer Banker“. Wir freuen uns, dass sie auch den Weg zu uns zurückgefunden hat und wieder da ist!