Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung – Gesundheitsfragen unbedingt ehrlich beantworten

- 15.07.2013 von Sonja Hess -

Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird von Finanzexperten zur Gruppe der notwendigen Versicherungen gezählt, weil Sie den Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen bewahrt, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Statistisch gesehen trifft das mehr als ein Viertel aller Berufstätigen. Das Thema Berufsunfähigkeit ist nicht nur für Beschäftigte interessant, die anstrengende oder gefährliche Tätigkeiten ausüben. Besonders Erkrankungen wie Diabetes, Depressionen oder Arteriosklerose führen vermehrt zu Berufsunfähigkeit.

Worauf kommt es beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung an?

Auf dem Gebiet der BU gibt es viele Anbieter zwischen den starker Wettbewerb herrscht. Die meisten von ihnen bieten den Abschluss einer Versicherungspolice auch online an. Dabei müssen Sie verschiedene Fragen beantworten. Diese Fragen stellt die Versicherung, um das von ihr getragene Risiko einzuschätzen. Bei den Fragen handelt es sich um solche, die Ihre Lebensgewohnheiten betreffen, zum Beispiel ob Sie Rauchen oder Alkohol trinken, regelmäßig Medikamente nehmen oder Probleme mit Drogen hatten. Auch die Art der ausgeübten Tätigkeit ist wichtig für die BU, weil es Berufe gibt, bei denen das Risiko einer körperlichen Beeinträchtigung höher ist als bei anderen. Beispiele dafür wären Dachdecker oder Feuerwehrmann. Am wichtigsten sind jedoch die Gesundheitsfragen. Sie müssen alle gesundheitlichen Probleme aufführen, die zum Beispiel in den letzten 10 Jahren zu einem Krankenhausaufenthalt führten, alle Unfälle und größere Verletzungen, alle Krankheiten der letzten 5 Jahre, die zum Arbeitsausfall führten und alle wichtigen medizinischen Maßnahmen.

Ehrlichkeit währt am längsten

Die Versicherung verlässt sich bei der Ausstellung der Police auf die Richtigkeit Ihrer Angaben. Natürlich ist es unmöglich, jede Bagatellerkrankung anzugeben. Verschweigen Sie jedoch schwerwiegende Erkrankungen, gefährden Sie Ihren Versicherungsschutz. Tritt der Fall ein, dass die Versicherung zahlen soll, wird Ihr Gesundheitszustand genau untersucht. Ein Leistungsfall tritt dann ein, wenn Sie mindestens 6 Monate zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind.

Ehe Sie die Police unterschreiben, sollten Sie sich zumindest von ihrem Hausarzt gründlich untersuchen lassen. In vielen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für solche Vorsorgeuntersuchungen. Wenn Sie bei der Beantwortung der Fragen Probleme haben, erkundigen Sie sich am besten bei der Hotline der Versicherung. Sollten sich während der Vertragslaufzeit grundlegende Veränderungen ergeben, müssen Sie die Versicherung so schnell wie möglich informieren. Beispiele dafür wären zum Beispiel die Diagnose von Diabetes oder anderen schweren bzw. chronischen Krankheiten oder die Ausübung einer neuen Tätigkeit. Unterlassen Sie es, die Versicherung zu informieren, riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz.

Autor: Sonja Hess

Freiberufliche Autorin und Powerfrau, die sich in allen Bereichen zum Thema Arbeitsrecht, Finanzen und Karriere auskennt. Sie macht uns vor, dass es kein Problem ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. 2012 hat sie ihren ersten Text für uns geschrieben und nach einer etwas längeren Babypause freut sie sich nun, wieder die Ärmel hochkrempeln und schreiben zu können