Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung wird die individuelle, berufliche Leistungsfähigkeit eines Arbeitnehmers versichert. Je nach Vertragsklausel, wird der bei Abschluss ausgeübte, oder der letzte tatsächliche Beruf in Bezug genommen. Versichert wird der Vertragsnehmer für das Risiko seine Berufsfähigkeit, auch teilweise, durch Unfälle oder Erkrankungen dauerhaft zu verlieren. Als dauerhaft werden Zeiträume von mindestens drei Jahren angesehen, diese Dauer muss ärztlich prognostiziert werden. Auch Leistungsverfall und unfallbedingte Schädigungen werden hier zu gezählt.
Was leisten sogenannte Zusatzklauseln?
Zusatzklauseln können sich positiv auf die im Bedarfsfall errungenen Beträge auswirken. So lässt sich in der Versicherung festlegen, dass der auszuzahlende Satz mit der Inflation steigt, oder sich an Gehaltserhöhungen anpasst. Damit wird gewährleistet, dass der Versicherte seinen Lebensstandard nahezu halten kann. Auch eventuelle Mehrkosten durch zum Beispiel Pflegedienste oder nötige Umbauten für Rollstuhlfahrer, lassen sich bei Vertragsabschluss mit ein berechnen. Grundsätzlich sollten am Ende jedoch mindestens 70 % des letzten Gehalts ausgezahlt werden.
Mögliche Zusatzklauseln einer Versicherung zum Schutz vor Berufsunfähigkeit sind beispielsweise der weltweite Versicherungsschutz; wichtig für Arbeitnehmer, die nicht örtlich festgelegte Einsatzorte haben (Piloten, Montagekräfte). Rückwirkende Zahlungen gelten für mehr als drei Jahre, wenn zu Beginn einer Erkrankung nicht damit gerechnet wird, dass diese längerfristig oder endgültig zur Arbeitsunfähigkeit führt. Die sogenannte Sechs-Monats-Prognose senkt die nötige Krankheitsdauer auf sechs Monate.
Was bewirkt eine Nachversicherungsgarantie?
Eine Nachversicherungsgarantie erhöht die errechneten Rentenbezüge im Fall von Heirat, Jobwechsel oder Gehaltserhöhungen. Eine weitere mögliche Klausel ist die zinslose Stundung auf Antrag. Sie ermöglicht dem Versicherten Beitragszahlungen ausfallen zu lassen, solange der Versicherer über die Gewährung der Rente entscheidet. Das schützt den Versicherungsnehmer vor Versicherungsverlust in den Zeiten, wo er keine Bezüge erhält.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sorgt somit dafür, dass ein Arbeitnehmer bei Verlust seiner Arbeitskraft nicht direkt zum Sozialfall wird. Sie ist durch diverse Zusatzklauseln nahezu individuell anpassbar. / Fotoquelle: fotolia.de / © Henry Schmitt
>> hier ein unverbindlicher Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen bei nettolohn.de

