Geld vom Chef und Staat – vermögenswirksame Leistungen im Überblick

- 08.07.2012 von Kim Teschner -

Arbeitnehmer-Sparzulage und BausparvertragEs gibt sie noch: Geldgeschenke vom Chef und Vater Staat. Vermögenwirksame Leistungen sind bares Geld wert. Mit der daraus resultierenden Arbeitnehmer-Sparzulage können Sie sich ein kleines Vermögen aufbauen. Allerdings kommt nicht jeder Arbeitnehmer in den Genuss der staatlichen Förderung.

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Die Grundlage für die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen wurde bereits vor Jahrzehnten geschaffen. Bis heute hat diese Form der Geldanlage nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Im Gegensatz zu manch anderen Anlageformen zeichnet sie sich durch Unkompliziertheit und Transparenz aus. Der große Vorteil: Der Arbeitgeber beteiligt sich an den monatlichen Sparbeträgen oder übernimmt diese vollständig. Einen Rechtsanspruch darauf haben Sie jedoch nicht, aber in vielen Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen ist diese Zahlung vorgesehen.

Vermögenswirksame Leistungen im Detail

Bei vermögenswirksamen Leistungen zahlen Sie einen bestimmten monatlichen Betrag, maximal 40,00 Euro, auf ein Sparkonto ein. Der Vorteil ist, dass Ihr Arbeitgeber sich daran beteiligt oder den kompletten Betrag übernimmt. Es bleibt dabei Ihnen überlassen, ob Sie nur den Arbeitgeberanteil einzahlen oder den Betrag aus eigenen Mitteln bis zur Höchstgrenze von 40,00 EUR ergänzen. Die Überweisung selbst wird vom Arbeitgeber vorgenommen. Haben Sie sich für eine bestimmte Anlageform entschieden, erhalten Sie von dem jeweiligen Kreditinstitut einen Antrag, den Sie ausgefüllt beim Arbeitgeber einreichen. Allen Geldanlagen für vermögenswirksame Leistungen gemeinsam ist die Ansparphase von sechs Jahren. Im siebten Jahr ruht die Anlage und nach dessen Ablauf können Sie über das angesparte Vermögen verfügen.

Welche Anlageformen gibt es?

Die Entscheidung, welche Form der Anlage Sie wählen, ist dabei von Ihrer individuellen Situation und der erstrebten Rendite abhängig. Die einzelnen Anlageformen werden jedoch vom Staat nicht gleichermaßen gefördert. Hier sollten Sie genau hinschauen, um kein Geld zu verschenken. So werden hinsichtlich vermögenswirksamer Leistungen nur Einzahlungen in einen Bausparvertrag, Investition in einen Aktienfonds und die Darlehenstilgung selbst genutzter Immobilien gefördert.

Geld vom Staat – Das sollten Sie beachten

Mit der sogenannten Arbeitnehmer-Sparzulage unterstützt Sie Vater Staat bei der Vermögensbildung. Keine Zulagen gibt es für Banksparpläne und Lebensversicherungen. Eine Zulage von 20 % erhalten Sie für Aktienfonds, für Bausparverträge und Darlehenstilgung ist diese auf 9 % festgesetzt. Für Sie wichtig zu wissen: Die Sparzulage entfällt bei einem zu versteuernden Einkommen über 20.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 40.000 Euro bei Zusammenveranlagung. Niedrigere Einkommensgrenzen gelten für wohnwirtschaftliche Zwecke (17.900 Euro / 35.800 Euro). / Fotoquelle: fotolia.de / © bluedesign

Autor: Kim Teschner

Kim ist bereits seit 2012 bei uns. Damals hat sie hauptberuflich bei einem Steuerberater gearbeitet und wollte ihr Wissen gerne einem breiten Publikum zur Verfügung stellen. Nach Mutterschutz und Elternzeit ist sie nun endlich wieder da und unterstützt uns in den Bereichen Finanzen, Gehalt und Steuern.