Lohnnebenkosten 2011

- 24.03.2011 von Gaby Mertens -

Der Begriff Lohnnebenkosten ist nicht eindeutig definiert, meint aber im allgemeinen Sprachgebrauch die Beiträge für die Sozialversicherungen von Arbeitnehmern. Das sind Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die Beitragssätze und die Bemessungsgrenzen sind gesetzlich festgelegt.

Erhöht haben sich in 2011 dabei gegenüber dem Jahr 2010 die Beitragssätze für die Krankenversicherung. Sie sind von 14,9 auf 15,5 Prozent beim allgemeinen Beitragssatz für Beschäftigte mit Anspruch auf Krankengeld und von 14,3 auf 14,9 Prozent beim ermäßigten Beitragssatz gestiegen. Für die Arbeitslosenversicherung werden im Jahr 2011 nunmehr 3,0 Prozent, gegenüber 2,8 Prozent im Vorjahr fällig. Unverändert geblieben sind bei der Beitragsanpassung die Sätze für die Rentenversicherung mit 19,9 Prozent und die Pflegeversicherung mit 1,95 Prozent. Bei letzterer zahlen Kinderlose einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent.

Getragen werden die Beiträge je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer. Lediglich der Beitrag für die Krankenversicherung enthält einen Anteil von 0,9 Prozent, den Arbeitnehmer grundsätzlich allein zu tragen haben. Trotz der paritätisch aufzubringenden Beitragslast werden vielfach die gesamten Sozialversicherungskosten als Lohnnebenkosten bezeichnet. Was letztlich aus der Tatsache herrührt, dass eine Entlohnung von Arbeitnehmern ohne die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge gesetzlich unzulässig ist. Und sie sind 2011 definitiv gestiegen.

Für Arbeitgeber zählen alle indirekten Aufwendungen für einen Beschäftigten zu den Lohnnebenkosten. Dazu gehören die Pflichtbeiträge zur beruflichen Unfallversicherung der Mitarbeiter bei den Berufsgenossenschaften. Aber auch solche gesetzlichen, tariflich vereinbarten oder freiwilligen Zahlungen wie Prämien, vermögenswirksame Leistungen, ein 13. Monatsgehalt, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind hier zu berücksichtigen. Gelegentlich werden auch die Kosten hinzugerechnet, die für die Einrichtung und den Unterhalt eines Arbeitsplatzes aufgebracht werden. Insbesondere solche Aufwendungen, die nicht unmittelbar der Tätigkeit zuzurechnen sind, sondern dem gesundheitlichen Schutz oder der Schonung und Erholung der Beschäftigten dienen.

Autor: Gaby Mertens

Auch Gaby war in der Versicherungsbranche tätig und hat schreibt schon seit 2011 für unser Magazin. Nach einer längeren Auszeit im Ausland ist sie nun wieder da, und wir freuen uns, dass sie uns wieder mit ihren Texten unterstützt und immer eine Tüte Gummibärchen für die Kollegen bereithält.