Zusatzleistungen vom Arbeitgeber: Mehr als nur Gehalt

- 18.03.2011 von Gaby Mertens -

Wer heute als Arbeitgeber für Mitarbeiter attraktiv sein möchte, der muss natürlich auch Anreize schaffen können. Dabei ist es allerdings mit dem Gehalt nicht automatisch getan. Es kommt auch auf das Anbieten verschiedener Nebenleistungen wie zum Beispiel Weiterbildungen, bereitgestellte Firmenwagen oder eine Kinderbetreuung an. Damit kann man nicht nur das Betriebsklima erheblich verbessern, sondern gleichzeitig auch seinen Mitarbeitern eine zusätzliche Motivationsgrundlage verschaffen.

Besonders beliebte Nebenleistungen sind firmensubventionierte Mitarbeiterkantinen, wo sich die Angestellten für relativ wenig Geld verköstigen lassen können. Dies ist an Universitäten und Kliniken bereits seit Jahren üblich, aber zunehmend richten auch immer mehr Firmen eigene Kantinen für ihre Mitarbeiter ein. Allerdings ist subventioniertes Essen nur eine von vielen Varianten an Nebenleistungen, die Arbeitgeber für ihre Angestellten schaffen können.

Personalrabatte, Aktienausgaben an Mitarbeiter, Zuschüsse zu Mieten oder auch Hilfsleistungen bei Geburten oder Hochzeiten gehören zum großen Sortiment möglicher Zusatzleistungen, die Arbeitnehmern geboten werden können. Aktuelle Schätzungen einer Studie vom Consulting-Unternehmen Aon-Hewitt gehen davon aus, dass rund 15 Prozent an Gesamtvergütungen für verschiedene Nebenleistungen aufgewendet werden. Allerdings ist dies wirklich nur eine Schätzung, da man derzeit noch keinen einheitlichen Termini für Zusatzleistungen hat und dieser Bereich somit sehr weit gefasst und verstanden werden kann.

Firmenwagen gehören bereits seit Generationen zu üblichen Zusatzleistungen. Durch das Bereitstellen eines Dienstwagens kann das Gehalt durch eine solche Nebenleistung noch zusätzlich aufgewertet und mitunter bei Einbußen auch kompensiert werden. In Deutschland wird nicht selten die Redewendung, hauptsache einen Dienstwagen, verwendet, ein Indiz für den hohen Stellenwert eines eigenen Firmenautos. Allerdings gilt hier als Arbeitnehmer darauf zu achten, dass man beim privaten Nutzen des Dienstwagens unter die 1-Prozent-Regel fällt und somit also einen 40.000 Euro teuren Firmenwagen bei privatem Gebrauch mit jährlich 4.800 Euro zu versteuern hat.

Daher sollte man bei Zusatzleistungen immer überlegen, ob man finanzielle Vorteile erlangt oder nicht sogar noch Einbußen zu verzeichnen hat. Dies gilt bei Firmenwagen, aber auch bei anderen Zusatzleistungen wie einer betrieblichen Altersvorsorge oder anderen Versicherungen über den Arbeitgeber.

Autor: Gaby Mertens

Auch Gaby war in der Versicherungsbranche tätig und hat schreibt schon seit 2011 für unser Magazin. Nach einer längeren Auszeit im Ausland ist sie nun wieder da, und wir freuen uns, dass sie uns wieder mit ihren Texten unterstützt und immer eine Tüte Gummibärchen für die Kollegen bereithält.